Heddesheim

Heddesheim Bayrisches Frühstück der SPD mit den Kandidaten zur Gemeinderats-, Europa- und Kreistagswahl

Bei Weißwurst und Brezeln örtliche Themen diskutiert

Politik bei Weißwurst, Obazda, Brezeln und Getränken: Mit dieser Kombination lockte der SPD-Ortsverein Heddesheim zahlreiche Gäste ins Bürgerhaus „Pflug“. Beim bayrischen Frühstück bestand die Möglichkeit, mit den Kandidaten für die Gemeinderats-, Kreisrats- und Europa-Wahl ins Gespräch zu kommen. Die Gelegenheit nutzten die Besucher reichlich. An den gut besetzten Tischen wurden die Kommunalpolitiker auf die verschiedensten Themen angesprochen, allen voran auf die Verkehrssituation im Ort.

Zu Beginn stellte sich Europa-Kandidatin Dominique Odar vor, die einen ihrer Schwerpunkte bei der Gleichstellung von Frauen und Männern setzt. Den Friedensprozess in Europa sehe sie als zwingende Aufgabe, warb sie für die Teilnahme an der Europawahl.

„Ladestelle für E-Bikes“

SPD-Fraktionschef Jürgen Merx gab einen kleinen Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre im Gemeinderat. Neben ihrem Einsatz für die Ringstraße (Ortsumgehung) habe die SPD in Sachen Verkehrsberuhigung bereits viel für die Bevölkerung erreicht, erinnerte er an einen Antrag auf Tempo 30 im Ort. Eine erste E-Tankstelle auf dem Edeka-Parkplatz ist eingerichtet, weitere sollten folgen. Auch eine Ladestelle für E-Bikes fände die SPD wichtig. Zudem müsse die Abdeckung mit kostenfreiem WLAN ausgebaut werden. Wie zuvor Odar für die Europawahl warb Merx für die Teilnahme an der Wahl zum Kreisrat, für den er selbst und sein Parteifreund Jürgen Harbarth kandidieren.

Michael Holler, Vorsitzender der Heddesheimer SPD, führte aus, dass sich politische Parteien weniger mit sich selbst oder den Mitbewerbern, sondern vielmehr mit Inhalten beschäftigen sollten. Darum lege die SPD Heddesheim großen Wert auf einen engen Kontakt zu den Bürgern und setze sich für die Teilnahme von Jung und Alt am politischen und kulturellen Leben ein. Stark machen wolle man sich auch für ein Betreuungskonzept, das Arbeit und Familie in Einklang bringt. Notwendig sei überdies eine „vernünftige Anzahl“ bezahlbarer Wohnungen sowie mindestens der Erhalt der jetzigen Zahl an Sozialwohnungen. Chancengleichheit im Bildungswesen durch eine gute Ausstattungen der Schulen müsse ebenso gewährleistet sein wie eine sinnvolle Verknüpfung der Angebote im ÖPNV. Die Menschen in Heddesheim sollten am gesellschaftlichen Leben teilhaben können – unabhängig von Herkunft, Religion, Alter und Geschlecht oder vorhandenen Behinderungen.

Bei bayrischen Schmankerln standen die Kandidaten im Gespräch mit ihren Gästen gern Rede und Antwort. Dabei zeigte sich einmal mehr: Insbesondere der Verkehr bewegt in Heddesheim die Gemüter – gerade im Zusammenhang mit der befürchteten Zunahme an Fahrzeugen auf den Durchgangsstraßen, wenn die neue Neckarbrücke bei Ladenburg einmal fertiggestellt ist.

Daneben gibt es aktuelle Brennpunkte, wie etwa die enge Oberdorfstraße zwischen Edeka-Markt und der Blumenstraße, die zudem von sehr schmalen, abfallenden Gehwegen gesäumt ist und so nicht nur für Rollator-Nutzer eine Gefahrenstelle birgt. Für Diskussionsstoff an den Tischen war also reichlich gesorgt.