Heddesheim

Neckar-Bergstraße Kaum Informationen über einige Gemeinden

Bleigießen im Feld

Archivartikel

Der Dreißigjährige Krieg in der Region: ein Thema, bei dem noch großer Forschungsbedarf besteht. Zur Gewinnung von Erkenntnissen über Ladenburg hat Hermann Dunda viel Zeit und Geld eingesetzt. Etliches ist auch von den Geschehnissen in Schriesheim und Ilvesheim überliefert, worüber wir noch berichten werden. Mau sieht es dagegen in Heddesheim und Edingen-Neckarhausen aus.

In der Edinger Chronik findet sich leider nichts über die Geschehnisse im Ort, nur Fakten eher allgemeiner Art. In der Neckarhausener Chronik ist immerhin einiges über die Schanze zu lesen, die der katholische General Tilly an der Schiffsbrücke hatte anlegen lassen. Nach der Einnahme von Ladenburg am 8. Mai 1622 durch Mansfeld musste sich die Besatzung der Schanze ergeben.

Auch die Heddesheimer Chronik beschreibt das allgemeine Geschehen und streift die Vorgänge in Ladenburg. Für die Geschicke Heddesheims im Dreißigjährigen Krieg fehlen wohl die Quellen, ebenso für dessen Folgen: „Wie stark die Bevölkerung Heddesheims vom Krieg insgesamt getroffen worden war, ist nicht mehr feststellbar.“

Kugel und Gürtelschnalle

Vor rund 30 Jahren hat der Heddesheimer Hobbyhistoriker Hermann Zipf Funde gemacht, die mit dem Dreißigjährigen Krieg in Zusammenhang stehen könnten. Der „MM“ schrieb darüber am 24. März 1990: „Kürzlich hat Hermann Zipf eine Musketenkugel und eine Gürtelschnalle entdeckt, beide vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Daneben lagen Bleibatzen, die ein Indiz dafür sein könnten, dass einmal Truppen hier gelagert und Musketenkugeln gegossen haben.“ Bleigießen im Feld. kba