Heddesheim

Heddesheim Jahreshauptversammlung der Naturschützer

BUND will Zeichen gegen Schottergärten setzen

Archivartikel

„Global denken, lokal handeln“, an diesem Leitspruch orientiert sich auch der Ortsverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Heddesheim. Vorsitzende Maria Landenberger stellte jetzt bei der Jahreshauptversammung das Programm fürs laufende Jahr vor – und blickte zurück auf die Aktivitäten 2019.

Viele bewährte BUND-Aktionen wird es auch 2020 wieder geben. So sind die beliebten Ferienspiele unter dem Motto „Natur erleben“ für den 26. August geplant. Der Vortrag im Lokal „Stay“ von Elisabeth Kramer über verschiedene Gemüsesorten im vergangenen Jahr kam so gut an, dass die Expertin nun am 5. Mai über Bio- und Öko-Labels bei Lebensmitteln sprechen wird.

Ebenfalls großes Interesse fand 2019 eine Info-Veranstaltung über Fotovoltaik in und am Haus, so dass auch hier eine Neuauflage geplant ist. „Ein Termin ist noch offen“, so Maria Landenberger. „Zur Erbauung“ soll am 7. April im Bürgerhaus der Film „Die Wiese“ gezeigt werden. Der BUND will damit ein Zeichen gegen Zierrasen und Schottergärten setzen. Von den Mitgliedern wurde eine Handy-Sammelaktion angeregt. Außerdem blickt der BUND schon gespannt auf das „Repair-Café“ am 4. April in Heddesheim. Die Aktion mit kleineren Reparaturen an Klein-Elektrogeräten, Fahrrädern und Textilien wendet sich gegen die Wegwerf-Gesellschaft. Ökologisches Kochen könnte in diesem Jahr ebenfalls noch ein Thema werden. Und auch eine Exkursion nach Ungersheim steht auf der Wunschliste der Heddesheimer Naturschützer für 2020. Das Dorf im Elsass südlich von Colmar gilt als energieautark.

Am Beginn der Jahreshauptversammlung hatten Maria Landenberger und ihr Vorstand den neuen Insektenatlas vorgestellt: „Ein interessanter Überblick über die Problematik des Insektensterbens“, betonte die BUND-Vorsitzende. „Der Klimawandel schreitet voran – und wenn die Arten sterben, fehlt bald auch den Menschen die Lebensgrundlage“, warnte Maria Landenberger. Es gebe also noch viel zu tun, der BUND werde weiter „dicke Bretter bohren“. tan