Heddesheim

Heddesheim Neue gärtnergepflegte Grabfelder angelegt / Bürgermeister Michael Kessler bei der Übergabe

„Die Bestattungskultur hat sich stark verändert“

„Die Bestattungskultur hat sich in den letzten Jahren bei uns stark verändert, diesem Wandel passen wir uns mit dem Anlegen von gärtnergepflegten Grabfeldern an“, sagte Bürgermeister Michael Kessler auf dem Heddesheimer Friedhof. Bei der Übergabe waren Thomas Heiland, Sprecher der Genossenschaft Badischer Friedhofgärtner, Ernst Pressler, Friedhofsgärtnerei Weinheim und Amtsleiter Franz Winkler dabei.

„Das zweite gärtnergepflegte Grabfeld ist das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit zwischen der Friedhofsgärtnerei Pressler und der Gemeinde“, stellte Kessler fest. Er wies darauf hin, dass in den 80er Jahren Heddesheim ein Vorreiter in der Friedhofsgestaltung durch das Anlegen von Rasengräbern war. Es galt die Angehörigen bei der Pflege der Gräber zu entlasten. „Viele Anwohner wohnen nicht mehr bei ihren Familien und es fällt dann diesem Personenkreis schwer, für eine dauerhafte Grabpflege vor Ort zu sorgen“, sagte Michael Kessler. Die Gemeinde übernimmt nach der Beisetzung die dauerhafte Pflege, die Unterhaltung und die Erneuerung der Grabstellen nach Absenkung bzw. der Zweitbelegung.

Seit 2002 Urnengräber

„400 Rasengräber gibt es derzeit auf dem Friedhof. Seit 2002 werden auch Urnengräber angeboten“, sagte Franz Winkler. 60 Prozent aller Neugräber sind Rasen- und Rasen-Urnengräber. „Dadurch sind Lücken in den bestehenden Grabfeldern entstanden, diese zu gestalten und zur weiteren Nutzung zur Verfügung zu stellen, ist eine besondere Aufgabe unserer Friedhofsverwaltung“, so Kessler. Die Rasengräber sind für die Gemeinde sehr pflegeaufwendig, deshalb wurde 2015 im Grabfeld 5 mit den gärtnergepflegten Grabfeldern eine neue Form der Beisetzung angeboten.

Dies geschah in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft badischer Friedhofsgärtner. „Dort werden zehn gärtnergepflegte Erd- und 20 Rasengräber genutzt“, berichtete der Verwaltungschef. Michael Kessler informierte auch über die Kosten. Ein gärtnergepflegtes Erdgrab für zwei Personen mit Beisetzung und Grabnutzung kostet 5603 Euro, während für ein Rasenerdgrab 5310 Euro auf die Dauer von 20 Jahren anfallen. Beim neuen, gärtnergepflegten Urnengrab betragen die Kosten 2614 Euro und beim Rasenurnengrab 1760 Euro. Hier können zwei Urnen bestattet werden.

Kosten erwähnt

Bei beiden Grabstellen kommen die Kosten für eine Grabplatte oder ein Grabstein hinzu. „Die Pflegekosten für die Grabnutzung an der neuen, Urnengemeinschaftsstelle betragen mit Beisetzung für 20 Jahre Nutzungszeit 6100 Euro, für jeweils vier Urnenbeisetzungen. Hierbei sind jedoch auch die Kosten für 1/4 Anteil an der Stele inbegriffen. „Mit einem Dauergrabpflege-Vertrag bewahren sie ihre Angehörigen vor zusätzlichen Kosten“, erklärte Gärtnermeister Ernst Pressler, der sich darüber freut, dass die Bürger großes Interesse an den gärtnergepflegten Gräbern zeigen. Thomas Heiland sagte: „Durch den Vertrag mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner wird garantiert, dass das Grab über die gesamte Laufzeit hinweg gepflegt wird“.