Heddesheim

Heddesheim Rund 300 Besucher feiern mit der Turngemeinschaft zünftiges Oktoberfest in der Freizeithalle / Erlöse sind für die Jugendarbeit bestimmt

Die „Fett-Polka“ zum Schweinebraten

Nicht nur in München kann man im Oktober zünftig feiern. Der Bär steppt mindestens genauso gut in der Kurpfalz. Die Turngemeinschaft Heddesheim (TG) lud bereits zum 12. Mal zum Oktoberfest in die Freizeithalle ein. Über 300 Feierwillige ließen sich die Sause nicht entgehen. Ab 16 Uhr war Einlass, und schon da erschienen bereits die ersten Besucher in Dirndl und Lederhosen.

Für den Fassanstich um 18 Uhr hatten sich Bürgermeister Michael Kessler und Gattin Heidi angesagt. „Es ist eine tolle Traditionsveranstaltung geworden“, lobte Kessler. Vorsitzender Wolf-Günter Janko erklärte: „Ich bin begeistert, dass so viele in Trachten kommen.“ Besonders willkommen waren die Musiker um Franz Rieder, die das Fest schon seit der Premiere begleiteten. Und los ging es mit dem Bieranstich, der diesmal allerdings nicht ganz unfallfrei über die Bühne ging: Kessler war beim Einschlagen des Zapfhahns nicht direkt mit dem ersten Schlag erfolgreich.

Immerhin, der im 30-Liter-Fass verbliebene große Rest wurde wie gewöhnlich als Freibier an alle Durstigen verteilt. Musikalischer Stimmungsgarant war die „Öschmusik“ aus dem Schwarzwald. Der Name stamme übrigens aus der Region um Löffingen, der Ösch, erzählte Rieder: „Wir kommen immer wieder gerne nach Heddesheim.“ Das Publikum sei hier sehr aufgeschlossen. Das sahen Jürgen Zeiß und seine Freundin Claudia genauso: „Wir wohnen in Wiesbaden und sind extra hergekommen.“ Mit dem traditionellen „Wochenend und Sonnenschein“ eröffneten dann die Südbadener das Oktoberfest. Die Schwarzwälder sorgten im weiteren Verlauf mit Festzelthits wie „Rosamunde“, oder Andreas Gabaliers „Hulapalu“ für Stimmung in der gut gefüllten Halle. Über 300 Gäste aller Altersgruppen ließen sich gegrillte Schweinshaxen, Schweinebraten mit Knödeln, Weißwurst mit Brezn, und „Oktoberfestburger“ vom ansässigen Partyservice Muth schmecken. Musikalisch passend dazu die „Fett-Polka.“

Speziell gebrautes „Kurpfälzer Helles“ trug in nicht unerheblichem Maß ebenfalls zu einem gelungenen Fest bei – zumal eine Maß Bier „vum Fass“ deutlich günstiger als in München angeboten wurde.

TG-Vorstandsmitglied Hermann Bauer erklärte: „Der Eintritt ist wie immer frei. Der Bierkonsum muss das halt kompensieren.“ Die fleißigen Helfer vor und hinter dem Ausschank hatten jedenfalls alle Hände voll zu tun.

Zapfenstreich um Mitternacht

Spätestens ab zweiundzwanzig Uhr stand alles auf den Tischen und Bänken. „Da war richtig was los“, erzählte Janko. Pressewartin Heidi Feldkamp fand, gerade das sei ja das Schöne an den lokalen Festen. Die Freizeithalle wurde wiederum von Hanspeter Huber und dem Aufbau-Team schon Tage vorher weiß-blau dekoriert. „Der komplette Erlös der Veranstaltung“, so Janko, „fließt in die Jugendarbeit.“ Der Caterer war schon vor dreiundzwanzig Uhr ausverkauft. Nach einer Polonaise zum Abschluss war um Mitternacht dann Schluss. Um eins wurden auch noch die letzten Nachzügler “rausgekehrt“. Eine Fortsetzung im kommenden Jahr solle folgen, kündigte Janko noch an.