Heddesheim

Heddesheim Grundschüler lernen Umgang mit Tablets

Digital dank Spenden

Archivartikel

Heddesheim.Grundschüler, die im Unterricht auf Tablet-Computern herumwischen? Vor einigen Jahren war das bestenfalls Zukunftsmusik. Nicht zuletzt während der Corona-Krise hat sich gezeigt: Der kluge Umgang mit Smartphone, Notebook oder eben dem handlichen Tablet-PC gehört auf den modernen Stundenplan. Die Hans-Thoma-Grundschule (HTG) hat in den vergangenen Monaten einen großen Schritt gemacht. Seit September arbeiten die Schüler im Unterricht mit iPads.

„Die Tabletts stellen eine große Bereicherung für die Wissensvermittlung und Informationsbeschaffung der Unterrichtsinhalte dar“, sagt Rektorin Dagmar Knispel. Eingesetzt würden die Geräte in den Fächern Deutsch, Sachunterricht, Mathematik und Englisch . Das Interesse am selbstständigen Lernen, an der Vertiefung von Lerninhalten, an spielerischen Übungen und am Umgang mit dem digitalen Medium werde so bei den Kindern geweckt.

Knispel dankt in diesem Zusammenhang der Hopp-Foundation, die 20 iPads samt Zubehör und damit „den lang ersehnten Einstieg in das Thema Medienkompetenz“ ermöglicht habe. Zusätzlich wurden weitere sechs Blue Bots gespendet, das sind spezielle Lernroboter, um das naturwissenschaftliche MINT-Denken anzubahnen.

Gerüstet für Quarantäne-Szenario

Die 20 Tablets stellten freilich noch keine ausreichende Anzahl für die Umsetzung des Medienentwicklungsplans der Grundschule dar. Immerhin besuchen laut Knispel 424 Schüler die HTG. Erklärtes Ziel sei die Nutzung eines Tabletts von maximal zwei Kindern, „so dass eine intensive Arbeit möglich ist“. Umso wichtiger war der Schule daher, die Abrufung des Geldes der Bundesregierung aus dem Soforthilfeprogramm mit Hilfe der Gemeinde Heddesheim. Dadurch konnten weitere 64 iPads angeschafft werden, so dass jetzt 84 zur Verfügung stehen.

„Die iPads werden im Unterricht, für individualisierte Übungen im Ganztagsbetrieb in der Lern- und Übezeit und im pädagogischen Angebot in allen vier Klassenstufen sehr gerne eingesetzt“, versichert die Rektorin. Auch stünden die Geräte zur Ausleihe im Falle einer Klassenquarantäne oder sogar Schließung bereit, um Kinder, die kein digitales Endgerät zu Hause haben, in den Online-Unterricht einzubinden.