Heddesheim

Heddesheim Ladesäule auf Edeka-Parkplatz vorgeschlagen

E-Tankstelle soll kommen

Die Gemeinde Heddesheim will in der Ortsmitte eine Ladestation für E-Autos einrichten. Einen entsprechenden Beschlussantrag legt die Verwaltung dem Gemeinderat in der Sitzung morgen Abend vor.

Das Vorhaben geht zurück auf einen Antrag der SPD-Fraktion im Mai vergangenen Jahres. Die Verwaltung hat daraufhin in den vergangenen Monaten mögliche Betreiber und Standorte ausgelotet. Fündig wurde sie bei den Stadtwerken Viernheim und der Edeka Südwest. Während die Stadtwerke den Betrieb der Ladestation übernehmen würden, beteiligt sich die Edeka Südwest mit einem Drittel an den Einrichtungskosten der Station. Bei zwei Ladepunkten schlägt diese mit rund 6000 Euro zu Buche. Gemeinde und Stadtwerke würden ebenfalls jeweils ein Drittel, also 2000 Euro, übernehmen.

"Gut zugänglich und erreichbar"

Als Standort für die Ladesäule ist der Parkplatz des Edeka-Markts im Ortskern geplant. Betreiber Dieter Zipser sei bereit, die entsprechende Fläche (ein bis zwei Parkplätze) bereitzustellen. "Die Ladesäule wäre gut zugänglich und erreichbar", schreibt die Verwaltung in den Sitzungsunterlagen. Ein Stromverteiler für den Netzanschluss wäre ebenfalls vorhanden. Weil innerorts nur kurze Wege zurückgelegt würden, genüge eine Normalladestation, die in 30 bis 60 Minuten genügend "Saft" für die Rückfahrt zur Verfügung stelle. Das hat die Verwaltung über die Landesagentur für Elektromobilität in Erfahrung gebracht. Schnellladestationen seien demnach eher an Bundesstraßen und Autobahnen üblich, um dort den Strombedarf für größere Strecken zu decken.

Für die Freischaltung schlägt das Rathaus ein System mit einer sogenannten Ladekarte sowie mit einer mobilen Handy-Anwendung ("App") vor. Sowohl für angemeldete Nutzer (Ladekarte) als auch für das "spontane" Aufladen gebe es damit einen Zugang zum Strom. Abgerechnet werden beide Varianten über das Netzwerk ladenetz.de. Während einer Testphase von einem Jahr sollen die Nutzer zunächst kostenlos "tanken" können, schlägt die Verwaltung vor. In dieser Zeit würde die Gemeinde die Stromkosten übernehmen. Das Rathaus rechnet mit jährlich rund 1000 Euro an laufenden Kosten.