Heddesheim

Handball SG Heddesheim bangt um Traditionsturnier

Edeka-Cup auf dem Prüfstand

Archivartikel

Heddesheim.Die Landesgrenze zwischen Hessen und Baden-Württemberg war lange nicht mehr so deutlich zu spüren wie jetzt in der Corona-Pandemie. Bei den Badenliga-Handballern der SG Heddesheim schaut man momentan etwas neidisch zum hessischen Liga-Konkurrenten TSV Amicitia Viernheim. Während die Südhessen schon mit Körperkontakt in Zehnergruppen trainieren dürfen, gilt in Heddesheim noch das Abstandsgebot.

Aus diesem Grund bangt man bei der SGH auch um die Austragung des Edeka-Cups, der inzwischen auf das Wochenende 21. bis 23. August verschoben wurde. „Viernheim hat beim Osada-Cup für Anfang August Stand jetzt wohl bessere Chancen als wir mit dem Edeka-Cup“, gibt Michael Badent vom Förderverein der Heddesheimer zu bedenken. „Das wäre natürlich ganz bitter, wenn wir auf dieses Turnier verzichten müssten. Sowohl sportlich als auch als Einnahmequelle“, erklärt Badent.

Um bereits bestehende Einnahmeverluste durch die Absage der traditionellen Flohmärkte oder den Rückzug des einen oder anderen Sponsors aufzufangen, hofft die SGH, dass Kleinsponsoren oder Gönner oder Gönner finden, die gegen eine Zahlung ihren Namen auf die Warmlauf-Shirts der Mannschaft gedruckt bekommen. „Wir sind wie viele andere Vereine in der Region auf der Suche nach möglichen Einnahmequellen. Die T-Shirts-Aktion ist eine davon und könnte zudem auch den Zusammenhalt stärken“, findet Thorsten Schmid von der Sportlichen Leitung.

Vorsichtiger Optimismus

Was die Ausrichtung des Edeka-Cups angeht, ist Schmid „vorsichtig optimistisch“. Durch die Verlegung nach hinten haben wir jetzt immer noch zwei Monate Zeit. Die Lockerungen kamen zuletzt regelmäßig und wir steigen jetzt auch voll in die Planung ein.“ Gleichzeitig verweist der Sportliche Leiter auf die Corona-Ausbrüche im Bundesgebiet. „Aktuell kann niemand sagen, was Ende August sein wird.“

Aktuell stört die Heddesheimer der Nachteil gegenüber dem Konkurrenten aus Viernheim kaum: Diese Woche startet das Badenliga-Team von Trainer Martin Doll in die Vorbereitung, aber in die Halle geht es in den ersten vier Wochen nicht.

„Da steht die Grundlagenausdauer an. Schön wäre es natürlich, wenn wir dann im Juli in die Halle gehen könnten“, sagt Schmid, der auch schon eine Neuerung für den Edeka-Cup hat: Damen- und Herrenkonkurrenz werden getrennt, das Frauenturnier findet eine Woche später an einem einzigen Tag statt. „Damit können wir die Hygieneregeln wesentlich besser einhalten und die gesamte Veranstaltung entzerren.“

Deutlich macht Thomas Schmid aber auch: „Uns ist klar, dass wir auf Teile der Bewirtung verzichten müssen. Wenn keine Zuschauer kommen dürfen, dann werden wir das Turnier absagen.“