Heddesheim

Heddesheim Bücherei St. Remigius verabschiedet bei alljährlicher Buchausstellung ehemalige Leiterin Simone Rau

Ehrenamt 24 Jahre lang mitgestaltet

Archivartikel

Von der Buchmesse frisch nach Heddesheim: Bei ihrer alljährlichen Buchausstellung am Sonntagvormittag präsentierte die Bücherei St. Remigius ihre Neuzugänge. Lesefreunde konnten im St. Remigiushaus den neuem Stoff durchstöbern: Von Krimi und Kochbuch über Ratgeber und Kinderabenteuer – bei den rund 150 Büchern war für jeden etwas dabei.

Direkt zum Verkauf standen die Bücher zwar nicht, jedoch kann jedes Buch bestellt und nach wenigen Tagen in der Bücherei abgeholt werden. Eine Bestellung unterstützt die Bücherei direkt: „Für die Vermittlung bekommen wir zehn Prozent des Verkaufspreises gutgeschrieben. Damit können wir im nächsten Jahr neue Bücher anschaffen“, erklärt die Büchereileiterin Pia Benz.

Aber nicht nur aus reiner Leselust hat man sich versammelt: Nach 24 Jahren verabschiedete sich Simone Rau aus familiären Gründen aus dem Büchereidienst. 1995 begann sie, sich ehrenamtlich in der Bücherei zu engagieren, nachdem dort eine Stelle frei geworden war. Nach zahlreichen Fortbildungen übernahm sie 2010 schließlich die Leitung der Bücherei. 2014 übergab sie diese an ihre Stellvertreterin Benz und „tauschte die Rollen“.

Auszeichnung erhalten

„Gemeinsam als Team haben wir neue Ideen für die Bücherei entwickelt“, erklärte Benz in ihrer Ansprache, darunter der Literaturplausch, Autorenlesungen, aber auch die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum 2013. Benz dankte im Namen des Bücherei-Teams für Raus langjähriges Engagement, auch wenn mit einem einfachen Danke nichts von dem wirklich gewürdigt werden könne, was in einem Ehrenamt tatsächlich geleistet werde.

Auch Pfarrer Matthias Stößer bedankte sich im Namen der katholischen Gemeinde. Benz überreichte Rau außerdem in Auftrag der Fachstelle in Freiburg eine Urkunde und eine goldene Ehrennadel. Ihrem Abschied sehe Rau mit einem „lachenden und einem weinenden Auge entgegen“ und hoffe, dass die Bücherei auch ohne sie weiter wachsen und gedeihen werde.

„Ich werde euch weiterhin als Leserin erhalten bleiben“, versprach sie. Es sei eine anstrengende, aber schöne Zeit gewesen – vor allem während des 100-Jahr-Jubiläums. „Da habe ich rund 1000 Arbeitsstunden gehabt. Das war dann schon fast ein Vollzeitjob“, erinnert sie sich. Besonders in Erinnerung geblieben seien ihr neben der Einrichtung eines zusätzlichen Raumes in der Bücherei vor einigen Jahren vor allem das Jubiläum mit den drei Lesungen im Rahmen des Krimifestivals Rhein-Neckar und der Vortrag des Ehepaars Höhle, das mit dem Fahrrad um die Welt gereist war.

Wer die Ausstellung am Wochenende verpasst hat, muss sich trotzdem nicht ärgern: Dies ist immer noch jederzeit möglich.