Heddesheim

Handball Badenligist SG Heddesheim geht nächsten Schritt in der Vorbereitung an und plant fest mit dem Edeka-Cup

Eigenes Turnier als Fixpunkt

Archivartikel

Heddesheim.Es ist gerade einmal ein paar Wochen her, als man von Seiten der SG Heddesheim ein wenig neidisch ins hessische Viernheim blickte. Der dortige TSV Amicitia durfte bereits mit Körperkontakt in der Halle trainieren, als dies beim Badenliga-Konkurrenten SGH noch nicht der Fall war. Dies bereitete aber nicht nur bezüglich des Trainingsbetriebs Sorgenfalten, sondern vor allem mit Blick auf das traditionsreiche Vorbereitungsturnier der Heddesheimer, den Edeka-Cup. Inzwischen ist der Sorge aber Zuversicht und Aufbruchsstimmung gewichen. „Stand jetzt gehen wir davon aus, dass wir unseren Edeka-Cup durchziehen können“, freut sich Thomas Schmid von der Sportlichen Leitung der SGH.

Aber natürlich bedarf es eines gehörigen Mehraufwands, um eine solche Veranstaltung in Pandemie-Zeiten durchzuführen. Doch hier beeindrucken die Verantwortlichen mit einem sehr guten Konzept und konnten damit auch die Gemeindeverwaltung überzeugen. Ein ganz wichtiger Baustein war, dass die Herren- und die Damenkonkurrenz nicht wie gewohnt am gleichen Wochenende stattfinden. „Dadurch haben wir mehr Umkleideräume zur Verfügung und insgesamt entzerrt sich das Ganze“, erläutert Schmid.

Auftakt am 21. August

Die Männer spielen vom 21. August bis zum 23. August, die Damen eine Woche später. Dabei ist wie gewohnt die Männer-Konkurrenz wieder hochklassig besetzt. Mit der SG Leutershausen, dem TVG Großsachsen, dem TV Hochdorf, den Rhein-Neckar Löwen II und der TSG Haßloch sind gleich fünf Drittligisten am Start. Der Oberliga-Aufsteiger TSV Birkenau sowie die beiden Badenligisten TSV Amicitia Viernheim und natürlich die gastgebende SG Heddesheim komplettieren das Teilnehmerfeld. „Wie sind schon stolz darauf, dass wir ein so stark besetztes Turnier präsentieren können“, erklärt Schmid.

Trotz der Qualität sind es überwiegend wieder viele regionale Vertreter, die über viele Jahre dem Edeka-Cup die Treue halten. Einzig die Rhein-Neckar Löwen II sind erstmals dabei. Da ab dem 1. August in Baden-Württemberg bis zu 500 Zuschauer erlaubt sind, geben die Verantwortlichen der SGH alles, um auch für das Publikum ein interessantes und vor allem sicheres Turnier zu präsentieren. „Wir dürfen nach Absprache mit der Gemeinde Heddesheim auch das benachbarte Foyer der alten Halle nebenan nutzen, wodurch wir alles weiter entzerren können. Wie wir Einlass und Sitzverteilung organisieren, wird in den nächsten Tagen final geregelt werden“, erläutert Schmid. So könnte es vorstellbar sein, dass jeweils Fanblöcke mit klarer Zuteilung zu den spielenden Mannschaften eingeteilt werden, um im hoffentlich nicht eintretenden Fall einer Infektion den Personenkreis möglichst klein halten zu können. „Es wird sicherlich ein etwas anderer Edeka-Cup, aber ich hoffe, dass die Zuschauer unsere Mühen honorieren und wie gewohnt in die Halle kommen“, wünscht sich Schmid für die SGH einen regen Zuspruch, damit auch die durch die Corona-Pandemie vorhandenen finanziellen Ausfälle in Grenzen gehalten werden. „Es ist kein Geheimnis, dass der Edeka-Cup einen großen Anteil an unserem Gesamtetat hat“, betont er die Bedeutung des Turniers.

Gastgeber nur Außenseiter

Auch die SGH-Spieler selbst freuen sich schon auf das Turnier, auch wenn sie sich bewusst sind, nur in der Außenseiterposition zu sein. Derzeit trainiert das Team um Spielertrainer Martin Doll noch überwiegend im Freien, aber in den nächsten Wochen soll es dann auch vermehrt in die Halle gehen. „Wir haben für die kommende Runde eine noch einmal deutlich verjüngte Mannschaft am Start, die aber sicherlich viel Spaß machen wird“, sieht Thomas Schmid das Team in einem kleinen Umbruch.

Entsprechend geht es für ihn auch nicht um einen Spitzenplatz wie in den letzten Jahren, sondern um eine sichere Position im Mittelfeld. „Wichtig wird sein, dass wir diesmal von langwierigen Verletzungen weitgehend verschont bleiben. Es ist eine tolle Truppe mit Potenzial, die wir beisammen haben.“