Heddesheim

Heddesheim Bürger und Verwaltungsmitarbeiter sammeln Ideen für die digitale Zukunft

Einen Rucksack voller Vorschläge gepackt

Archivartikel

„Ich freue mich, dass Sie Teil des Prozesses sein wollen und sich bei diesem zukunftsweisenden Thema engagieren“, begrüßte Bürgermeister Michael Kessler eine große Runde aus Bürgern, Verwaltungsmitarbeitern und Gemeinderatsmitgliedern im Bürgerhaus. Bei dem Abend zum Thema „Heddesheim auf dem Weg zur digitalen Zukunft“ waren zudem mit Franz-Reinhard Habbel und Christopher Heck von der Gt.-service Dienstleistungsgesellschaft, einer 100-prozentigen Tochter des Gemeindetages Baden-Württemberg, und Peter Wörle, Digitalspezialist bei ITEOS in Freiburg, gleich drei externe Berater anwesend.

„Wir haben uns das Ziel gesetzt, ganz vorne mit dabei zu sein“, erklärte Kessler eingangs programmatisch, bemerkte aber: „Das Land zwingt uns, an Tempo zuzulegen“. Die Bürger hätten Erwartungen an die Gemeinde, denen sie gerecht werden müsse: „Wir sind nicht der Nabel der Welt, wollen aber im Rahmen unserer kommunalen Möglichkeiten Schwerpunkte setzen.“

Heddesheim wird gefördert

„Ihre Gemeinde ist eine von 50 in Baden-Württemberg, die gefördert werden“, informierte Habbel und erklärte: „Die Digitalisierung ist kein Allheilmittel, ist aber nicht mehr aufzuhalten“. Er sei überzeugt, dass sie für die Menschen die gleiche Bedeutung bekomme wie Strom, Wasser und Licht: „Nicht die Daten, der Mensch steht im Mittelpunkt.“

Sein Kollege Heck meinte: „Dem Land geht es gut, wir können Zuschüsse für diese Aufgabe bekommen. Heddesheim hat Mut bewiesen und sich rechtzeitig beworben“. Die Redner waren sich einig, dass das heutige Ergebnis nur ein Stimmungsbild bringen und nicht alle Vorschläge umgesetzt werden könnten. Dann durften die Besucher selbst aktiv werden: Es wurden sieben Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den Themen Infrastruktur, Verwaltung, Bauen und Technik, Sicherheit und Ordnung, Bildung und Kultur, Wirtschaft und Handel sowie Mobilität beschäftigten.

Nach 15 Minuten suchten sich die Teilnehmer eine neue Gruppe aus, diskutierten das bereits Erarbeitete und machten weitere Vorschläge. Stichworte wurden aufgeschrieben und an Stellwänden ausgehängt. Die intensiven Gespräche nach viermaligem Wechsel in der Gruppenzusammensetzung zeigten, dass sehr ernsthaft und kreativ gearbeitet wurde. Verschiedene Ideen wurden besprochen und zusammengetragen.

Ideen bis zum Jahr 2025

Es galt, sich konsequent an den Heddesheimer Bedürfnissen zu orientieren, dabei alle Bevölkerungsgruppen zu berücksichtigen und planvoll vorzugehen. Es sollten durchaus Fehler zugelassen, aber auf Nachhaltigkeit geachtet und erreichbare Etappenziele angestrebt werden. Ideen und Anregungen für das Heddesheim im Jahr 2025 sollten gesammelt werden.

Christian Eichler wohnt seit 2004 in der Gemeinde und findet es spannend, bei der Gestaltung eines solchen Projektes mitmachen zu können. Thomas Lepa ist seit 2011 Heddesheimer und freut sich jetzt, bei der Entwicklung eines solchen Themas aktiv mitzuarbeiten. Nach dem positiven Resümee durch Franz-Reinhard Habbel stand für Kessler fest: „Wir nehmen einen Rucksack voller Aufgaben mit ins Rathaus. Wir werden jetzt erst einmal auswählen, was bei uns machbar ist“.

Zum Ende des Jahres wird sich der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigen. diko