Heddesheim

Heddesheim Ausstellung im Alten Rathaus läuft

Ella Reinhards Nachlass sorgt weiter für Staunen

Die „Sammlungen der Ella Reinhard“ sind ein schier unerschöpflicher Vorrat an Ausstellungsgegenständen. Die IG Heimatgeschichte hat jetzt bereits die dritte Ausstellung aus dem Nachlass der 2008 verstorbenen Heddesheimerin zusammengestellt. Erneut stoßen die Exponate im Alten Rathaus auf großes Interesse, wie Edith Sollich von der IG betont.

Zu sehen sind diesmal Gebrauchsgegenstände, die im alltäglichen Leben benutzt wurden. Ella Reinhard, die viele Heddesheimer kannte, verwahrte in der Kirchbaumstraße zahlreiche Exponate, zum Teil aus der eigenen Familie, zum Teil auch von Bekannten zur Verfügung gestellt. Zu den Kostbarkeiten aus der Vergangenheit zählen unter anderem Kleider, die von den „Bänkelsängern“ bei ihren Auftritten getragen wurden. Außerdem geben Illustrierte und Gesangbücher von Vereinen aus den vergangenen Jahrzehnten Auskunft über das Leben von einst.

Christa Huber, die Tochter von Ella Reinhard, gab bereits bei der ersten Ausstellung vor einem Jahr Auskunft über ihre Mutter. Tatsächlich ging diese – neben der Sammelleidenschaft – vielen Hobbys nach. Stricken, basteln, sticken, malen, und das ist noch nicht alles. Auch zur Fasnacht stieg Ella Reinhard in die Bütt. Sie war die erste Heddesheimerin, die vom Karnevalsverein das goldene „Duaksblatt“ (Tabaksblatt) verliehen bekam. Ihr Mann Albert, 2007 gestorben, war unter anderem als Gemeinderat und im Gesangverein viel unterwegs und unterstützte seine Ella in jeder Hinsicht.

Auch Bekannte brachten immer wieder gern Erhaltenswertes zu der gelernten Schneiderin. „Gell Ella, bei Dir ist des gut uffg’hobe“, lautete dann häufig der Kommentar. Ob es etwas gibt, das ihre Mutter Ella Reinhard nicht gesammelt oder gemacht habe? „Nein“, lautete die Antwort der Tochter. Die Ausstellung im Alten Rathaus ist auch an den kommenden vier Sonntagen im November geöffnet, und zwar jeweils in der Zeit von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. hje/dithu