Heddesheim

Heddesheim Benefizsportler Holger Meier verfasst Ratgeber / „Das Trimm-dich Buch“ ab 20. August im Handel

Fitness-Profi gibt Trainingstipps

Als Ausdauersportler für den guten Zweck ist Holger Meier kein Unbekannter. Mit seinen Spendenläufen wie „100 Kilometer für die Waldpiraten“, dem „Hamsterlauf“ im Heddesheimer Stadion oder „Holger rennt“ auf dem Dorfplatz hat er in den Jahren 2006 bis 2013 von sich reden gemacht. Jetzt ist der Heddesheimer mit einem völlig neuen Projekt am Start: Er ist unter die Buch-Autoren gegangen. Am 20. August erscheint „Das Trimm-dich Buch“ im Handel.

Wie es dazu kam, erzählt der Sportler direkt vor Ort, am Trimm-Dich-Pfad entlang des Heddesheimer Badesees. Hier führen auch die Laufstrecken vorbei, die Meier vor gut sieben Jahren auf Initiative des Sportkreises Mannheim und der Gemeinde Heddesheim mitkonzipiert hat. Jogger sieht man entsprechend häufig. „Dagegen wird der tolle Trimm-Dich-Pfad kaum genutzt“, ist Meier aufgefallen. Mit seinem Buch möchte der selbstständige Fitness- und Ernährungscoach dazu beitragen, dass sich das ändert.

Bewegungsabläufe im Fokus

„Ich habe eine bestimmte Philosophie zum Thema Bewegung und bin schon oft gefragt worden, ob ich nicht mal eine DVD oder ein Buch herausbringen kann“, erklärt er. Sein Credo: „Sport ist ein Lebensstil – und Fitness sollte so trainiert werden, dass sie im Alltag nutzt.“ Ob Treppen steigen, Kisten schleppen oder Kinderwagen schieben: Das alles falle mit einem ausgewogenen Training, das Bewegungsabläufe in den Fokus rückt, viel leichter. Und manch eine Verletzung – etwa der typische Bandscheibenvorfall – ließe sich wahrscheinlich vermeiden. Es ist das Prinzip des sogenannten funktionellen Trainings, das Meier vom Leistungssport auf den Alltag überträgt. Dass jedoch viele Sportler, ob Laie oder ambitioniert, „zu einseitig und zu hoch dosiert“ trainieren, ist eine Erfahrung, die er als Coach immer wieder macht.

Hier kommt wieder der Trimm-Dich-Pfad ins Spiel. Meier geht zum Wackelbalken, hüpft drauf und läuft ein paar Schritte. „Klar, hier kann man Balancieren. Man könnte aber auch drüber springen. Oder Liegestütze machen.“ Der 51-Jährige demonstriert auch das. Mal mit den Füßen, mal mit den Händen auf dem Holz. Dann setzt er sich ins Gras, den Balken im Rücken, und stemmt sich hoch. „Auch so kann man dieses Gerät nutzen“, erklärt er nach ein paar Wiederholungen. Genau erläutert sind diese und weitere Übungen in seinem Buch, das dafür anschaulich bebildert ist.

„Im Wald geht mehr als Joggen“

Auch wenn der Trimm-Dich-Pfad am Badesee den Anstoß gab, überträgt Meier das Prinzip in seinem Ratgeber auch auf andere Orte. „Viele Städte haben tolle Stadien, und auch die werden viel zu wenig genutzt.“ Weil es dort schnell langweilig wird? „Auf keinen Fall!“, widerspricht er. Man dürfe halt bloß nicht „nur“ Runden laufen. Kniebeugen, Ausfallschritt oder Liegestütze sorgten für Ausgewogenheit, die Stufen einer Tribüne könnten ebenfalls ins Training eingebaut werden. „Außerdem kann ich im Stadion mein Getränk abstellen, habe eine Toilette und keinen weiten Weg zurück, wenn ich abbrechen muss“, zählt er ein paar praktische Aspekte auf.

Wen es stattdessen dennoch eher in die Natur zieht, der könne auch im Wald „viel mehr machen als Joggen“. Ein herumliegender Ast oder die Stämme gefällter Bäume dienen dem Fitnessexperten als Trainingsgeräte. Dem Einsatz der naturgegebenen Hilfsmittel in Wald und Flur widmet Meier in seinem Buch ebenfalls ein Kapitel. „Ich möchte die Umwelt als Trainingsstätte erkennbar machen und zeigen, wie vielfältig sich vorhandene Sportstätten nutzen lassen – ob für Einsteiger oder Leistungssportler“, erklärt er.

Eine Kostprobe aus dem Buchgibt es bereits auf Meiers Homepage www.moving-for-life.de. Voraussichtlich für Ende September ist auch eine interaktive Lesung am Trimm-Dich-Pfad geplant, erzählt der Heddesheimer.

Wenn er dieser Tage seinen Sommerurlaub auf Gran Canaria verbringt, ist übrigens auch für den Bewegungsfreak eine Pause vom Training angesagt. Dann widmet sich Meier ganz entspannt seiner zweiten Lieblingsbeschäftigung: dem Lesen. „Ich komme an keinem Buchladen vorbei“, gesteht er. Umso mehr freut er sich, wenn er dort bald auch auf sein eigenes Werk stößt.

Info: Leseprobe unter www.moving-for-life.de