Heddesheim

Heddesheim Grundsteinlegung bei der Hans-Thoma-Grundschule mit buntem Programm / Einweihung im nächsten Jahr

Gemeinde investiert sieben Millionen Euro in Neubau

Archivartikel

„Was im Gemeinderat 2016 auf den Weg gebracht wurde, wird im Sommer nächsten Jahres seiner Bestimmung übergeben werden können“, kündigte Bürgermeister Michael Kessler an und meinte damit die Erweiterung der Hans-Thoma-Grundschule (HTG). „Heute ist ein guter Tag für die Schulkinder, ihre Lehrer und Eltern und damit für unsere Gemeinde“, so der Bürgermeister.

Michael Kessler informierte, dass in dem Neubau acht Klassenzimmer, Ganztags- und Differenzierungsräume, sowie ein Lehrerraum und eine Mensa gebaut werden. Hier können 130 Schüler gleichzeitig ihre Speisen einnehmen. „Die Erweiterung der HTG ist das wichtigste und auch das größte Einzelbauprojekt seit Jahrzehnten“, so der Verwaltungschef. Das Land Baden-Württemberg fördert die sieben Millionen teure Maßnahme mit 1,2 Millionen Euro. Kessler betonte: „Bildung genießt in unserer Gemeinde einen hohen Stellenwert. Wir tun unser Möglichstes, um die Bedingungen für unsere Bildungseinrichtungen zu verbessern“. Kessler kritisierte: „Dabei werden die Gemeinden vom Land nicht immer adäquat unterstützt“ und ergänzte: „Vieles ist nur möglich, weil wir freiwillig einspringen und pragmatische Lösungen vor Ort suchen und finden“.

Der Bürgermeister erwähnte auch die angenehme Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Reichel & Benkeser aus Heidelberg. „Sie gehen ihre Projekte professionell an und achten strikt auf den Zeitplan“. Darüber hinaus lobte er Rektorin Dagmar Knispel und das Lehrerkollegium. „Ich freu mich, dass wir gemeinsam eine gute Grundlage für die Entwicklung der nächsten Jahre schaffen können“ und dankte den Anwohnern für ihre Geduld.

Nach den musikalischen Beiträgen der Bläserklasse der örtlichen Musikschule, dem Schulchor und der Orff-AG, sprach Rektorin Dagmar Knispel. Sie zerlegte das zusammengelegte Wort „Grundsteinlegung“. Sie nannte den „Grund“ für den Festakt und sprach von dem „Stein“, der ins Rollen gebracht wurde und der Grundlage eine Ganztagsschule zu bauen. Knispel dankte allen, die diese Neubauten initiierten. „Sie haben uns zugehört und viele unserer Ideen und praktischen Vorschläge umgesetzt“.

Zahlreiche Schüler kamen in Bauarbeiterhelmen und Schutzwesten und sangen „Wer will fleißige Handwerker sehen“. Architektin Jutta Benkeser sagte: „Bei der Gestaltung der Grundrisse war einer der Hauptgesichtspunkte flexible Nutzungen zu erreichen“. Die Fassade wird mit ortstypischen Klinkerriemchen bekleidet. Die Metall-Glasfassade im Erdgeschoss ist eingerückt, dadurch wirkt der Baukörper leichter und differenziert. Durch die großzügigen Fenster wird eine helle offen Schule entstehen.

Zeitkiste mit Püppchen

Gemeinsam mit dem Bürgermeister und der Rektorin befüllte sie eine Zeitkiste mit einem Püppchen, das bei Baggerarbeiten auf der Baustelle gefunden wurde. Kessler brachte Euromünzen, einen „MM“ und das Buch über die Ortsgeschichte mit. Dagmar Knispel fügte Lesebücher hinzu, dann wurden die Zeitzeugnisse in den Grundstein eingemauert. Werner Huber, Chef der Ilvesheimer Baufirma, lobte das gute Zusammenspiel der Schüler und Lehrkräfte. „Man muss viel Rücksicht aufeinander nehmen. Es ist toll, wie gut das hier klappt“, sagte Huber, der mit dem Baufortschritt sehr zufrieden ist.