Heddesheim

Heddesheim Räte entscheiden am Donnerstag über neue Verträge mit Tagesmüttern / Online-Auftritt soll modernisiert werden

Gemeinde überarbeitet ihre Internetseite

Archivartikel

„Wir wollen bei der Digitalisierung vorne dabei sein.“ Dieses Ziel hat Heddesheims Bürgermeister Michael Kessler zuletzt im Interview mit dem „MM“ ausgegeben. Ein Schritt ist die Modernisierung des Internetauftritts der Gemeinde. In seiner ersten Sitzung im neuen Jahr kann der Gemeinderat das Vorhaben auf den Weg bringen: Am Donnerstag, 30. Januar, steht die Vergabe des entsprechenden Auftrags auf der Tagesordnung. Beginn der Sitzung ist um 17 Uhr im Bürgerhaus.

Der derzeitige Internetauftritt der Gemeinde ist rund zehn Jahre alt. „Ziel des Relaunches ist es, die Webseite der Gemeinde zu modernisieren, zu verschlanken und aktuellen rechtlichen Regelungen wie beispielsweise der Barrierefreiheit anzupassen“, schreibt die Verwaltung in den Unterlagen zur Sitzung und schlägt als Auftragnehmer die Hitcom New Media vor. Die Firma aus Dunningen betreibt auch die aktuelle Seite der Gemeinde. Die Zusammenarbeit sei gut, zudem könnten bestehende Module und Daten übernommen werden. Das Angebot beläuft sich auf rund 42 000 Euro.

Was das Erscheinungsbild betrifft, will die Gemeinde wieder mit dem Grafikdesigner Alexander Lenhart zusammenarbeiten. Lenhart hatte bereits vor zehn Jahren – damals noch als Student – das einheitliche Erkennungsbild der Gemeinde mit der stilisierten Scheune als „Markenzeichen“ entworfen.

Um eine Überarbeitung geht es auch bei den Vereinbarungen zwischen der Gemeinde und den örtlichen Tagesmüttern und -vätern. Hintergrund: Um Eltern zu entlasten, zahlt die Kommune einen Zuschuss von 1,50 Euro je Betreuungsstunde. Im vergangenen Jahr summierte sich das nach Verwaltungsangaben auf rund 85 000 Euro. Voraussetzung für den Zuschuss ist, dass die Tagespflegeperson einen Vertrag mit der Gemeinde schließt. Das Muster dazu stammt aus dem Jahr 2010. Jetzt liegt dem Gemeinderat eine Neufassung zur Abstimmung vor. Unter anderem wurden formale Regelungen neu gefasst beziehungsweise präzisiert, heißt es.

Die alten Verträge hat das Rathaus bereits zum Ende des dritten Quartals 2019 gekündigt. Die Förderung von 1,50 Euro wurde aber wie vom Gemeinderat beschlossen beibehalten. Ebenso soll sich an den Voraussetzungen nichts ändern: Der Zuschuss wird gezahlt für Heddesheimer Kinder unter drei Jahren, die länger als drei Monate und mehr als 15 Stunden pro Woche betreut werden. Die Tagesmütter/-väter verpflichten sich in den Verträgen unter anderem, den Elternbeitrag um 1,50 Euro zu vermindern. Damit will die Gemeinde sicherstellen, dass der Zuschuss auch tatsächlich den Eltern zu Gute kommt. Außerdem müssen die Betreuungspersonen einmalig ein Muster jenes Vertrages vorlegen, den sie selbst mit den Eltern schließen, inklusive des vereinbarten Stundensatzes. Die neuen Verträge wurden den Betroffenen laut Verwaltung Mitte Januar in einem Gespräch vorgestellt.

Generell erhalten Tagespflegepersonen vom Kreisjugendamt ein Entgelt von 6,50 Euro pro Betreuungsstunde. Erstattet wird ihnen die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge sowie der Beitrag zur Unfallversicherung. Dafür erhebt das Jugendamt wiederum von den Eltern einen Kostenbeitrag: pro Betreuungsstunde zwischen 31 Cent und 1,82 Euro, je nach Zahl der Kinder unter 18 Jahren in einer Familie.

Auftrag für Hallenbadsanierung

Eines der Großprojekte schlechthin wird in Heddesheim 2020 der zweite Teil der Hallenbad-Sanierung. Damit der Umkleidebereich wie geplant ab Juli erneuert werden kann, soll der Gemeinderat am Donnerstag den Planungsauftrag vergeben. Die Verwaltung schlägt das Ingenieurbüro Kurzmann (St. Leon-Rot) vor, das auch die Konzeptstudie erarbeitet hatte. Diese diskutierte der Rat bereits im vergangenen Herbst. Das Büro hat für die Planung von Umkleiden und Sauna nun ein Honorarangebot von insgesamt 200 000 Euro unterbreitet.