Heddesheim

Heddesheim Gemeinderat stimmt Sanierung und Ausbau von zwei Wirtschaftswegen zu

Glatter Asphalt statt Buckelpiste

Um das Wegenetz zu verbessern, wird die Gemeinde Heddesheim voraussichtlich noch in diesem Sommer einen bestehenden Wirtschaftsweg bei Muckensturm erneuern und einen weiteren in der Nähe der Mannheimer Straße neu anlegen. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Gemeinderat einstimmig darauf verständigt, dass beide Wege jeweils auf einer Breite von drei Metern asphaltiert werden sollen. Die Räte folgten damit einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung.

Auf dem Wirtschaftsweg von Muckensturm in Richtung Mooshof/Pfenning soll der Abschnitt bis zur Einmündung auf den Weg über die L 3111 Richtung Weinheim erneuert werden. „Wir wollen ihn so ertüchtigen, dass er für Landwirte und Radfahrer wieder besser nutzbar ist“, erläuterte Bürgermeister Michael Kessler in der Sitzung. Das Teilstück ist etwa 550 Meter lang und gleicht stellenweise einer Buckelpiste. Schuld ist die Lage direkt neben einem Entwässerungsgraben. Die Gemeinde hat deshalb im vergangenen Jahr einen drei Meter breiten Streifen der angrenzenden Ackerflächen gekauft – insgesamt rund 1200 Quadratmeter –, um den Weg bei der Sanierung ein Stück zu verlegen. So soll er mit ausreichend Abstand zum Graben neu hergestellt werden können. Die Verwaltung rechnet laut einer ersten Schätzung mit Kosten von rund 135 000 Euro.

Erstmals asphaltiert werden soll ein bisher unbefestigter Feldweg parallel zur L 541 (Mannheimer Straße) im Gewann „Rechts der Hohen Straße“. Die CDU-Fraktion hatte diesen Ausbau im Juli 2019 beantragt, um für Landwirte und Radfahrer eine Lücke im Wegenetz zu schließen. Rund 80 000 Euro sind dafür nun im Haushalt 2020 eingeplant.

Ohne Zuschuss

Für Sanierung und Ausbau der beiden Wege hätte die Gemeinde auch einen Zuschuss beantragen können. Dafür müsste die Asphaltfläche jedoch jeweils 3,50 Meter breit werden (zuzüglich Seitenstreifen von insgesamt 1,50 Metern). Auch der Unterbau käme teurer. Zwar könne der erwartete Zuschuss die Mehrkosten in etwa decken, führte Kessler aus. Aber letztlich blieben die größeren Breiten Ausnahmen im Wegenetz. „Wir glauben, dass das nicht sinnvoll ist“, argumentierte er. Die Gemeinderäte schlossen sich einstimmig an. CDU-Fraktionschef Martin Kemmet dankte der Verwaltung für die zeitnahe Umsetzung des Vorschlags seiner Fraktion.