Heddesheim

Heddesheim Spätsommerliches Wetter und flotte Guggemusik begleiten den Startschuss

Goldener Kerweauftakt

Der Kerwebaum steht, der Kranz weht hoch oben, und die weißen und blauen Bänder flattern im Wind: In Heddesheim hat die Kerwe begonnen. Rund 100 Heddesheimer waren gestern Abend auf den Dorfplatz gekommen, um unter den Klängen der Guggemusik Zahlekracher den Startschuss zum Fest des Jahres mitzuerleben und ein Freibier abzubekommen. Denn das fließt zum Auftakt aus dem Zapfhahn des Heimat- und Traditionsvereins.

Sonnenschein und spätsommerliche Temperaturen um 20 Grad machten den Festauftakt auch wettermäßig zu einem Vergnügen. Als Kerwepfarrer Gunter "ohne h" Gajewski seine salbungsvolle Ansprache hielt, da tauchte die Abendsonne Teile der Baumkronen und der alten Scheune in ein warmes gelbes Licht: Goldener Oktober pur.

Dankbares Stoßgebet

Das ließ auch den Kerwepfarrer zu Hochform auflaufen, der niemand geringeren als "meinen Chef da oben" für das Wetter verantwortlich machte. "Das muss ein Heddesheimer sein", sagte er und fügte hinzu: "Danke, lieber Gott, dass auch im zweiten Jahr meiner Amtszeit es keinen Sturm und Regen gibt für die Kerweleit."

Im Gegenteil. Bis zum Ende des kleinen Dorffestes am Wochenende soll das Wetter sogar noch besser werden und das Thermometer bis über die 20-Grad-Marke steigen. Warm anziehen sollten sich manche trotzdem, wie der Kerwepfarrer mahnte. Denn bei der Kerweredd am Sonntag wird wohl manch einer sein Fett abbekommen, wie er andeutete. Damit seine Stimme nicht austrocknet, reicht ihm Mundschenk Ludwig Seib immer wieder den Humpen mit Gerstensaft. Und der jüngste aller Kerweborschte, Aleksander Schmitt, passt auf die beiden alten Herren auf, auf dass sie nicht unter die Räder geraten: "Wem ghert die Kerwe? - Unser!"

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