Heddesheim

Heddesheim Auftrag im Neubaugebiet ausgeweitet

Grabungen dauern länger

Archivartikel

Die archäologischen Grabungen im Neubaugebiet Mitten im Feld II dauern länger als zunächst erwartet. In Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege erhält die Grabungsfirma AAB weitere vier Wochen für die Untersuchungen auf den Flächen der künftigen Straßen und Grünanlagen. Ursprünglich waren dafür sechs Wochen angesetzt.

Dem entsprechenden Ergänzungsauftrag mit einem Volumen von knapp 100 000 Euro stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mehr oder weniger zähneknirschend zu. Die gesamte Auftragssumme beträgt damit rund 225 000 Euro allein für die öffentlichen Flächen. Die Kosten für die Grabungen werden bei der Abrechnung der Erschließungsarbeiten auf die Grundstückseigentümer umgelegt. Bis dahin tritt die Gemeinde jedoch in Vorleistung. Eigentlicher Auftraggeber ist die Firma GkB als Erschließungsträger. Vorgaben erhält sie wiederum von der Denkmalbehörde.

„Wir können das selbst nicht steuern“, bedauerte Bürgermeister Michael Kessler. Entscheidend für den Umfang der Grabungen sei allein die Einschätzung des Landesdenkmalamts. „Alles, was die Politik fordert, machen wir da draußen: sozialer Wohnungsbau, normaler Wohnungsbau, Nahversorgung, auch für Ältere“, sagte er – unverhohlen unglücklich darüber, das das „Einzelinteresse“ der Behörde eine noch nicht absehbare Verzögerung und Verteuerung der Bebauung nach sich ziehen könne. Neben den öffentlichen Flächen wollen die Archäologen auch etwa 2,5 Hektar Privatflächen untersuchen. Wie umfangreich, ist noch offen. „Wir führen da intensive Gespräche mit dem Denkmalamt“, sagte Kessler. agö