Heddesheim

Heddesheim Turngemeinde und Arbeiter-Turner stimmen ab

Grünes Licht der Mitglieder für Fusion

Jeweils über 50 Mitglieder stimmten bei den getrennt stattfindenden Mitgliedertreffen vom ATB und der TG einstimmig dafür, dass die Vorstandschaften die Fusion zügig realisieren sollen. Damit konnte nicht unbedingt gerechnet werden.

Um 18 Uhr begann der ATB seine Sitzung in der Nordbadenhalle, die um 19,40 Uhr endete, und dies nach allen Formalien. Die TG war dann um 20 Uhr soweit und um 22.20 Uhr wurde die Sitzung geschlossen.

Sehr sachlich trugen die Ersten Vorsitzenden Michael Schuster (ATB) und Wolf-Günter Janko (TG) die gleichlautenden Argumente für eine Fusion vor. „Die Gespräche laufen auf Augenhöhe, die Vereine sind finanziell gesund, wir könnten auch alleine weiterleben“, versicherten die Vereinschefs, und die Kassenberichte bestätigten dies. „Gemeinsam sind wir stärker“, versicherten Schuster und Janko und belegten dies mit Fakten.

So arbeiten die Handballer in der Spielgemeinschaft seit 27 Jahren erfolgreich zusammen. Die Damen treiben gemeinsam Gymnastik und Aerobic, auch die Wassergymnastik kennt keine Trennung mehr. Die informellen Gespräche waren sachorientiert und hatten die Fusion zum Ziel. „Die Zukunft bringt viele Vorteile“, so die Meinung nach vielen Treffen.

Übungsleiter schwierig zu finden

Ein großes Problem ist die zunehmend fehlende Bereitschaft der Mitglieder, sich ehrenamtlich zu engagieren. Es wird immer schwieriger, Übungsleiter zu finden. Die ISGH hilft in vielen Notfällen. „Die Struktur muss deshalb professionalisiert werden“, sagte auch Bürgermeister Michael Kessler, der als TG-Mitglied dabei war. Der neue Verein käme auf etwa 1800 Mitglieder und sei damit ein starker Partner.

Die Erleichterung nach den einstimmigen Beschlüssen war förmlich zu spüren. „Jetzt stehen die Ampeln auf Grün“, war zu hören. Walter Walz (ATB) sagte: „Die Zustimmung musste sein“, Beate Filsinger (ATB) meinte: „Ein tolles Ergebnis, jetzt können wir in andere Abteilungen schnuppern“. Dieter Ries (TG) sieht eine positive Zukunft des Großvereins. Auch Doris Ternes (TG) glaubt fest an eine gute Zusammenarbeit.