Heddesheim

Heddesheim: Kessler erklärt Unterschiede bei Zuschüssen

In der Diskussion um die Verlustabdeckung der Linien 5 und 5a der Rhein-Neckar Verkehr (RNV) hat sich nun auch Heddesheims Bürgermeister Michael Kessler zu Wort gemeldet. „Es ist völlig abwegig, einen Vergleich der Beträge über die Zahl der Einwohner zu erstellen“, erklärt er: „Mit billig oder günstiger hat das gar nichts zu tun.“

In einem Beitrag in der Freitagausgabe wurden die Zuschüsse der Städte und Gemeinden in Relation zu der Zahl der Einwohner gesetzt. Entscheidend sei aber, so findet Kessler, die Leistung, die am jeweiligen Ort abgerufen werde, sprich wie viele Züge dort fahren und wie oft sie halten. „Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob eine Haltestelle nur alle 20 Minuten von einer Seite angedient wird, oder ob Züge in beide Richtungen im 10-Minuten-Takt fahren“, schreibt Heddesheims Bürgermeister. Dadurch komme im wesentlichen der Unterschied in den Nutzzugkilometern zustande.

Große Unterschiede

Es sei außerdem ein großer Unterschied, ob die Linie die komplette Ortslage mit mehreren Haltestellen bediene, oder ob es – wie in Heddesheim – nur eine einzige am Ortsrand gibt. „Das hat etwas mit Qualität zu tun“, erklärt Kessler. Wer den ÖPNV noch attraktiver gestalten wolle, etwa durch eine Erweiterung des Zehn-Minuten-Taktes, der werde dafür auch mehr zahlen müssen. „Insofern ist die Anbindung der Gemeinde Heddesheim an den ÖPNV nicht billig, sondern drückt die unterschiedliche Versorgungsqualität aus“, schreibt Kessler dazu. 

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