Heddesheim

Heddesheim CO-Alarm löst Rettungseinsatz aus

Hochhaus geräumt

Nach einem Kohlenmonoxid-Alarm ist am Donnerstag gegen 21.45 Uhr ein Hochhaus in Heddesheim vorübergehend geräumt worden. Ein Rettungswagen rückte zunächst wegen eines medizinischen Notfalls an. Als die Rettungskräfte in das Haus kamen, lösten deren Melder den Alarm aus.

Da die erhöhte Kohlenmonoxidkonzentration im gesamten Hochhaus festzustellen war, musste das Gebäude mit den insgesamt 69 Bewohnern geräumt werden, teilt die Polizei mit. Einige Personen wurden in einer naheliegenden Gaststätte untersucht. Als später festgestellt wurde, dass sich die erhöhte Konzentration nur am Fahrstuhlschacht ergab, wurde die Räumung unterbrochen. Ansonsten seien nur niedrige Werte gemessen worden.

Drei Bewohner vergiftet

Insgesamt wurde nach Angaben der Polizei bei drei Bewohnern eine akute CO-Vergiftung festgestellt. Sie wurden deshalb in ein Krankenhaus eingeliefert. Bei einer vierten Person reichte eine ambulante Behandlung aus. Kurz vor 1 Uhr in der Nacht war der Einsatz beendet. Sämtliche Bewohner konnten nach Lüftung des Gebäudes durch die Feuerwehr wieder in ihre Wohnungen zurück.

Die Freiwilligen Feuerwehren Heddesheim (drei Fahrzeuge), Ilvesheim (drei Fahrzeuge) und Ladenburg (ein Fahrzeug) sowie die Rettungsdienste waren mit einer hohen Anzahl von Kräften vor Ort. Auch der Heddesheimer Bürgermeister Michael Kessler begab sich an den Einsatzort. Bei der Suche nach der Ursache für das Entstehen des Kohlenmonoxids wurde ein defektes Rohr an der Heizungsanlage festgestellt. Dadurch seien Abgase in Richtung Fahrstuhl gelangt. Die Kriminalpolizei ermittelt. red/pol