Heddesheim

Heddesheim Bauausschuss gibt Vorhaben grünes Licht

Hühnerstall statt Folienzelt

Archivartikel

Dem Antrag eines Landwirts, einen neuen Stall für Legehennen zu errichten, hat der Bauausschuss des Heddesheimer Gemeinderats in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht erteilt. Das letzte Wort hat in Bausachen das Landratsamt.

Der Landwirt aus der Brunnenwegsiedlung möchte auf seinem Gelände eine Halle von rund 45 Metern Länge und zehn Metern Breite bauen. Der südliche Teil des etwa fünf Meter hohen Gebäudes soll als Lager dienen. Dafür sind rund 200 Quadratmeter vorgesehen, wie Christian Pörsch vom Bauamt erläuterte. Im Rest der Halle, die an der Stelle eines bestehenden Folienzeltes entstehen soll, möchte der Landwirt rund 600 weitere Legehennen unterbringen. Etwa 900 Tiere habe er bereits.

Landwirtschaft privilegiert

Da sich der Hof im Außenbereich befindet, ist ein Vorhaben laut Baugesetzbuch nur zulässig, wenn es einem landwirtschaftlichen Betrieb dient, einen untergeordneten Teil der Betriebsfläche einnimmt und ihm keine öffentlichen Belange entgegenstehen. Alle diese Anforderungen sehen sowohl Verwaltung als auch Bauausschuss im konkreten Fall erfüllt. Es handele sich bei dem Antragsteller um einen Vollerwerbslandwirt, und die Halle – etwas kleiner als das Folienzelt – ordne sich in der großen Hofanlage mit mehreren Wirtschaftsgebäuden unter, führte Pörsch aus. Die Mitglieder des Bauausschusses sahen es ebenso.

„Nur ein Teil aller Anträge“

Keine Probleme hatte das Gremium auch mit drei weiteren Vorhaben, die deswegen zu beurteilen waren, weil sie entweder nicht im Bereich eines geltenden Bebauungsplans liegen oder von einem solchen abweichen wollen. Alle anderen – also eindeutig geregelten – Fälle werden von der Verwaltung direkt abgearbeitet, erläuterten Pörsch und Bürgermeister Michael Kessler für die neuen Gemeinderäte im Ausschuss: „Sie bekommen hier nur einen kleinen Teil aller Anträge zu sehen, die im Rathaus eingehen.“

So in der jüngsten Sitzung jenen über einen Dachausbau in der Lissenstraße, der mit der Umnutzung einer Gewerbeeinheit zu Wohnzwecken zusammenhängt. Ausschuss und Verwaltung beurteilten das als ebenso unproblematisch wie einen eingeschossigen Anbau an ein Wohnhaus in der Beindstraße und einen weiteren Dachausbau in der Unterdorfstraße. Obwohl Letzterer das Gebäude erhöht, füge es sich noch in die Nachbarschaft ein, so die Einschätzung. agö