Heddesheim

Heddesheim Jugendgemeinderat begrüßt junge Monster zur Gruselparty im Jugendhaus

In der Kammer des Schreckens

Archivartikel

Für Stunden verwandelte sich der Partyraum im Heddesheimer Jugendhaus in eine Kammer des Schreckens. Es schien, als ob finstere Gestalten der Hölle für Stunden aus ihren Gruften entstiegen und zum Leben erwacht sind. Wenn auch nur für wenige Stunden, verbreiteten die grauenvollsten Monster, die Heddesheim je gesehen hat, Angst und Schrecken. Der Weg in die Kammer des Schreckens war mit Kürbisköpfen gepflastert und wer von den Unerschrockenen am Eingang seinen Obolus berappt hatte, dem fuhr dann erst einmal der Schrecken in das Gerippe, als sich ein Sarg öffnete und ein Untoter sich genüsslich räkelte. Im Saal gaben sich derweil Monsterspinnen und Clowns, die aus Stephen Kings „ES“ entsprungen sind, ein Stelldichein und vergnügten sich bei einem Gruselpunsch, bestehend aus Cola mit einer Gummibärcheneinlage oder Spinnen Muffins.

Mit Klopapier eingewickelt

Zur Gruselparty eingeladen hatte der Heddesheimer Jugendgemeinderat, der Kindern ab zehn bis 14 Jahren einen gruseligen Abend mit Spielen bescherte. Eines davon nannte sich „Smarties Saugen“. Die Monster lagen förmlich auf dem Boden, jedes hatte zwei Becher vor sich und man versuchte mittels eines Strohhalms die bunten Smarties von einem Becher in den anderen zu befördern. Besondere Freude bereitete allen, Luftballone kaputt zu treten oder auch den Partner mit Klopapier einzuwickeln. „Das macht unheimlich viel Spaß“, jauchzte eine in schwarz gekleidete Hexe. „Ich bin die böse Stiefmutter aus Schneewittchen“, stellte sie sich vor.

Der Jugendgemeinderat veranstaltet nicht nur Partys für Kinder und Jugendliche sondern er konnte in der Vergangenheit eine ganze Menge bewegen. Die stellvertretende Vorsitzende Kim-Jasmin Reinhard berichtete, dass ihr Vorstoß den Zaun vom Golfplatz zur Straße hin so zu erhöhen, dass künftig keine Bälle mehr den Verkehr behindern können, beim Gemeinderat auf positive Resonanz gestoßen sei. Eine weitere Herzensangelegenheit war die Fußgänger Ampelschaltung am Rathaus so zu verlängern, dass die Schulkinder wie auch ältere und behinderte Menschen gefahrlos die Straße überqueren können. Durchgesetzt werden konnte auch eine verbilligte Saisonkarte für die Eisbahn. Geplant sei ein Ideenwettbewerb durchzuführen. „Da können die Jugendlichen ihre Wünsche aufschreiben“, informierte die stellvertretende Vorsitzende. Eines der Wünsche sei eine Rutsche im Badesee