Heddesheim

Heddesheim Bildungswerk Weilau bringt duale Ausbildung in Siebenbürgen auf den Weg / Dank an Rotarier und weitere Förderer

Junge Rumänen profitieren von Hilfe

Archivartikel

Seit etlichen Jahren schon setzt sich das in Heddesheim angesiedelte Bildungswerk Weilau (BWW) dafür ein, die duale Berufsbildung in der Region Mures (Rumänien) zu etablieren. Über den Stand informierte Konrad Fischer, Vorsitzender des Bildungswerks, bei der jüngsten Jahreshauptversammlung.

Was vor Jahren mit der Förderung von Schülerinnen und Schülern zum Besuch weiterführender Schulen in Siebenbürgen begann, kann sich demnach in der Tat sehen lassen. „Es wurden einige schwere Steine zur Seite geräumt, aber Ausdauer und Geduld wurden von den Stipendiaten durch gute Abschlüsse belohnt“, sagte Fischer. Er bedauerte zugleich, dass sich die Mitgliederzahl verringert habe. Der Einsatz der aktiven Mitstreiter sei aber ungebrochen.

Weitere Stipendiaten unterstützt

Großes Lob gab es für die Förderer, darunter der Rotary-Club Schriesheim-Lobdengau, das Diakonische Werk Baden, die Manfred-Lautenschläger-Stiftung, die evangelische Kirchengemeinde Heddesheim sowie private Spender. Fischer berichtete, dass ein junger Mann sein Zahnmedizinstudium abschließen werde und eine andere Stipendiatin ihr Studium der Pflegewissenschaften abgeschlossen habe und nun Medizin studieren werde. Mit den freiwerdenden Mitteln werden andere Stipendiaten gefördert.

Organisatorisch gab es einige Probleme in Rumänien. Dazu sagte der ehemalige Heddesheimer Pfarrer Konrad Fischer: „Diese zugegebenermaßen beschwerlichen Vorgänge führten keineswegs zu einer Beeinträchtigung unserer programmatischen Arbeit.“ Das Projekt „Kennenlernen, Lernen, Gestalten“, sei ebenfalls auf einem guten Weg in Richtung duale Berufsausbildung. Gegenseitige Besuche von Lehrern und Schülern zeigten Früchte und würden in diesem Jahr weitergeführt. „Vier Ingenieure werden für drei Wochen zu uns kommen und in Berufsschulen und Lehrwerkstätten verschiedener Firmen unser System kennenlernen, um es dann in Siebenbürgen in ähnlicher Form umzusetzen“, berichtete die ehemalige Leiterin der Justus-von-Liebig-Berufsschule in Mannheim, Elsbeth Ruiner. Sie hat ein respektables Programm zusammengestellt. Am 5. Juli wird die Gruppe der Heddesheimer Karl-Drais-Schule einen Besuch abstatten. Fischer freut sich, dass man das BWW im Ländle wahrnimmt. „Eine Einladung der Landesregierung habe ich sehr gerne angenommen. Also: Wir sind im Blick.“ Er wünscht sich, dass sich auch kommunale Institutionen mehr mit dem Thema befassen.

Willi Riedel informierte über die Finanzen des BWW, und Eckhard Geisinger und Hartmut Strewinski bestätigten die gute Kassenführung, die weitere Förderungen ermögliche. Konrad Fischer hofft, dass die Völker Europas entschlossen sind, alte Gegensätze zu überwinden. Das Bildungswerk Weilau will mit seinen Aktivitäten dazu beitragen. diko