Heddesheim

Heddesheim Clowntheater für Kinder zeigt Stück „BummBumm“

Junge Zuschauer hellauf begeistert

Archivartikel

„Ronja!?“, platzte der panisch suchende Ruf Pits in die Probe zum ersten Konzert von Clownin Lakritze (Sigrid Fath). Total aufgelöst holperte und stolperte Pit (Peter A. H. Meier) in die Szene, fiel über eine Kiste und einen Stuhl, dabei stets seine Katze Ronja suchend. Die Kinder, die direkt vor den Akteuren saßen, waren hellauf begeistert. Schreien, rufen, Tipps geben – sie waren voll in ihrem Element.

Immer wieder versuchte Clownin Lakritze, das Lied „Sag mir, wo die Blumen sind“ zu üben. Und immer wieder hing sie bereits nach der ersten Zeile. Da halfen die Kinder und ihre erwachsenen Begleiter gerne aus. Schritt für Schritt näherte sie sich zumindest dem Ende der ersten Strophe - vielmals gestört vom polternden Pit auf der Suche nach seiner Ronja. Lakritze ist genervt, beide stehen sich zuerst wenig wohl gesonnen gegenüber.

Pit hat auch noch Angst vor Frosch Popcorn, der ihn in furchterregende Situationen bringt. Wieder poltert er auf und hinter der Bühne, es klappert Geschirr, fliegen alle möglichen Dinge. Die Kinder sind total begeistert. Allmählich aber nähern sich Lakritze und Pit einander an.

Jetzt schlägt Lakritze auch noch vor, Pit solle singen. Das tue gut! Pits Einwand „Aber ich kann doch gar nicht singen!“ wird zerpflückt, er solle es einfach einmal probieren. „Sing doch mal in der Weihnachtsbäckerei“, schlägt ein Kind aus dem Publikum vor - und schon war ein Spontanchorereignis entstanden. Die rund 100 Gäste formierten sich stimmgewaltig und in die Zeit passend - einfach positiv närrisch.

So fand Pit ein neues Hobby - und entdeckte dabei sein Herz für Lakritze. Dieser schenkte er einen Luftballonherz. Welchen er auch noch eigenmundig aufpustete. Ein verrücktes Paar hatte sich gefunden.

Gefunden hat Pit schließlich auch Ronja, seine Katze. Die wollten die Kinder ihm auch sofort wieder wegnehmen. „Darf ich die auch mal streicheln?“, war von der Zuschauerfront immer wieder zu hören. Glücklicherweise entkam Ronja der kindlichen Tierliebe unversehrt.

Für die Darsteller war die „Unterstützung“ der kleinen Fans, bei denen sich einige immer wieder besonders hervortaten, schon eine besondere Herausforderung. Aber wenn die Kinder mitgehen, dann behalten sie eine Vorstellung wie diese lange in Erinnerung. Wovon dann das Theater wieder profitiert.

Annette Eyckmann, Leiterin der Gemeindebücherei, jedenfalls war froh, dass das Experiment Clowntheater bei den Kleinen so gut ankam und auch die Omis und Opis zum Mitmachen anregte.

Meist waren die jüngsten Besucher im Bürgerhaus „Pflug“ mit den Großeltern gekommen, aber auch Mamis konnten entspannen, zogen Lakritze und Pit die Kinder doch mächtig in ihren Bann.

Bleibt die Frage: „Sag mir, wann es weiter geht!“