Heddesheim

Heddesheim Nach der Premiere vor zwei Jahren steigt am 20. und 21. Juli das 2. Heddesema Dorffeschd / Vereine stellen Helfer für rund 220 Schichten

Kessler: „Diesmal reicht der Wein“

Archivartikel

Das Wichtigste zuerst: Egal, wie lang der Samstagabend beim 2. Heddesema Dorffeschd im Juli wird: Der Wein reicht. „Das passiert uns nicht noch einmal“, versichert Bürgermeister Michael Kessler beim Pressegespräch. „Außerdem habe ich den Kollegen Höfer angerufen: Er wäre zu Hause“, ergänzt er lachend.

Die Anekdote von der Dorffeschd-Premiere anlässlich der 1100-Jahr-Feier 2017 bleibt unvergessen: Weil zu später Stunde der Bergsträßer Wein ausging, rief Kessler seinen Schriesheimer Kollegen Hansjörg Höfer an, der aus dem Lager der Winzergenossenschaft eigenhändig Nachschub nach Heddesheim brachte. Von dem kurzfristigen Engpass abgesehen, passte beim ersten Dorffeschd alles – und so soll es auch bei der Neuauflage am 20. und 21. Juli werden.

Das neunköpfige Organisationskomitee um Bauhofleiter Wolfgang Unverricht, Rathausmitarbeiterin Sabine Köhler und den Bürgermeister hat daher nur an kleineren Schrauben gedreht und „gar nicht viel verändert“, wie Kessler sagt.

Weil das Komitee die kompletten Vorbereitungen stemmt, haben die Vereine damit keine Arbeit. Dafür, dass sie Helfer für Getränkeausschank und Kassen stellen, erhalten sie einen Teil der Einnahmen: umso mehr, je mehr der insgesamt rund 220 Schichten sie übernehmen. Im März verschickte die Gemeinde die Listen an die Vereine. „Wir waren ein bisschen skeptisch“, gesteht der Bürgermeister, „aber es hat hervorragend geklappt“: Bis auf kleine Lücken seien die Schichtpläne ruckzuck voll gewesen.

„Für Heddesheim wichtig“

Was für die Vereine hängenbleibt, steht natürlich erst fest, wenn nach dem Feiern Kassensturz gemacht wird. Klar ist nur soviel: „Es muss für sie am Ende etwas herauskommen“, sagt Kessler. Für die Gemeinde gelte das nicht: Das Gesamtbudget von rund 60 000 Euro werde durch die Erlöse nicht gedeckt. Für den Bürgermeister völlig in Ordnung: „Das ist für Heddesheim ein wichtiges Fest“, erklärt er. Als Sponsoren sitzen die Edeka Südwest und die Eichbaum-Brauerei im Boot. Für die Speisen sorgen abermals professionelle Caterer.

Auch wenn es für manche Besucher bei der Premiere gewöhnungsbedürftig war, wie Kessler einräumt, bleibt es bei der bargeldlosen Abwicklung an den Getränkeständen: Der Verkauf samt Pfandabrechnung läuft komplett über Wertbons. Was man davon nicht einlöst, kann an den Kassen wieder gegen Bares zurückgetauscht werden.

Das Programm knüpft ebenfalls an die Premiere an, so dass es auf den drei Bühnen auf dem Dorfplatz, dem Fritz-Kessler- und dem Edeka-Platz unter anderem ein Wiedersehen mit den Pokerkings und der Band Shebeen geben wird. Neu mit dabei ist als Hauptact am Samstagabend die L.A. PartyBand mit Rock-, Pop- und Soulklassikern. Wenn sie von 22 bis 23 Uhr pausiert, übernehmen Die Schlagerhasen die Mikros.

Bespielt werden die drei Plätze jeweils etwas zeitversetzt. „Wo das Programm als Erstes anfängt, hört es auch zuerst auf“, erklärt Unverricht. Auch das habe sich bewährt. Am längsten wird somit wieder auf dem Edeka-Platz gefeiert, wo DJ Simon Prince ’n’ franky J bis 1.30 Uhr am Sonntagmorgen für Party sorgt.

Verschiedene Chöre, Musikvereine sowie Jazz- und Bigbands sind am Sonntag dabei, wenn der Edeka-Platz erneut zum Anziehungspunkt für die Freunde automobiler Schmuckstücke wird: Die Youngtimer Freunde Kurpfalz präsentieren dort ihre 4. Sommerausstellung. An beiden Tagen wartet an der Lieferzufahrt des Edeka-Markts zudem ein buntes Kinderprogramm auf kleine Dorffeschd-Besucher.

Weil die Straßen rund um das Fest herum für den Verkehr gesperrt sind, organisiert die Gemeinde am Samstagabend wieder einen Bus-Shuttle, der zwischen den Parkplätzen im Sportzentrum und dem Ortskern pendelt und die Besucher kostenlos chauffiert.