Heddesheim

Heddesheim Sommerfest in der Scheunengalerie / Bilder von Bernd Gerstner und Roland Schmitt ausgestellt

Kessler: „Wie ein Sechser im Lotto – es regnet endlich“

Archivartikel

Im überdachten Hof der Scheunengalerie und im aufgestellten Pavillon gab es kaum mehr einen freien Sitzplatz. Der Regen hinderte am Samstag keinen der Gäste am Besuch des beliebten Sommerfestes. Es mussten sogar im Laufe des Tages Stühle dazu gestellt werden. „Ich bin super zufrieden“, freute sich Petra Fuchs und fügte hinzu: „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele trotz des Regens kommen.“ Für das leibliche Wohl war mit Spießbraten, Prager Schinken und verschiedenen Salaten bestens gesorgt. Später gab es noch Kaffee und Kuchen. Für die Ohren gab es ebenfalls etwas: Der evangelische Posaunenchor heiterte die Stimmung mit Unterhaltungsmusik auf. Die Besucher klatschten und sangen bei einigen Lieder sogar mit. Der Seniorensingkreis trug genauso sehr zur tollen Atmosphäre bei.

14 Werke sind zu sehen

Bürgermeister Michael Kessler mischte sich selbstverständlich auch dieses Jahr unter die Gäste und brachte alle mit seinen Worten zum Lachen: „Das ist wie ein Sechser im Lotto – nach vielen Wochen regnet es endlich!“ Dies war seiner Meinung nach jedenfalls besser als 35 Grad Hitze. Dieses Mal gab es noch etwas ganz Besonderes zu begutachten: Kunstwerke des Vorsitzenden des Kunstvereins Heddesheim, Bernd Gerstner, sowie seines Vertreters Roland Schmitt. Ihre Bilder, aber auch welche anderer Künstler, hängen ab sofort an den Wänden in der Scheunengalerie. „Es erfreut das Auge und verschönert die Räume“, lobte Bürgermeister Kessler die Werke und führte weiter aus: „Sie haben alle einen Bezug zu unserem Ort.“

Er, Leiterin Petra Fuchs und Sozialarbeiter Andreas Böhm luden alle Besucher in die Innenräume. Dort gab es mehrmals Führungen mit Erläuterungen zu den Bildern. „Diese bestehen wie alle unsere Gemeinschaftsarbeiten aus Holz und Erde“, erklärte Bernd Gerstner. Die Verwandtschaft von Erde und Holz waren mit ein Grund für die Zusammenarbeit der beiden. Um die Erde haltbar zu machen, verwendet Gerstner unter anderem Leinöl und Bier. „In manchen Bildern führen Durchbrüche und Trennungen zu noch mehr Verbundenheit und Einheit“, so die Künstler.

Acht der insgesamt 14 Werke sind ein Teil der Mitgliederausstellung „Heddesheim verändert“ des Kunstvereins aus dem Jubiläumsjahr. „Wir sind sehr froh, dass die Bilder nun hier hängen“, sagte Schmitt. Es war Petra Fuchs Idee gewesen, was die Künstler umso mehr erfreute. Die Gäste des Sommerfestes waren alle begeistert und betrachteten die Bilder sehr genau. Am späten Nachmittag machten sich die Besucher auf den Heimweg und die Scheunengalerie Leiterin erinnerte noch an den Cocktailnachmittag am 14. August, zu dem die Bevölkerung wieder herzlich eingeladen ist.