Heddesheim

Heddesheim Übung aller Feuerwehren im Unterkreis auf dem Pfenning-Firmengelände hinterlässt Eindruck / Kessler: „Kooperation funktioniert gut“

Kräfte auf größere Einsätze vorbereitet

Archivartikel

Bei einer gemeinsamen Übung haben Freiwillige Feuerwehren aus dem gesamten Unterkreis Ladenburg am Samstagnachmittag im Heddesheimer Industriegebiet den Ernstfall geprobt. Das weitläufige Gelände der Firma Pfenning logistics bot mit großen Rangierflächen und Lagerhallen ideale Voraussetzungen: Waren doch zehn Feuerwehren mit 114 Kräften und 21 Fahrzeugen eingebunden. Dazu kam das 13-köpfige Sanitätsteam vom Heddesheimer Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der DRK-Schnelleinsatzgruppe Weinheim.

So konnte Heddesheims Kommandant Dieter Kielmayer als Mitplaner der Übung gehörig aus dem Vollen schöpfen. „Unser Ziel ist es, die Wehren weiter zusammenzuführen, um die Findungsphase bei größeren Einsätzen zu verkürzen“, erklärte er den Zuschauern. Sein Team hatte ein dreiteiliges Szenario entworfen: Lkw mit Gefahrgut und verletztem Fahrer, Brand in einer Lagerhalle mit Vermissten und Feuer im Bereich der Photovoltaikanlage, die sich über 110 000 Quadratmeter erstreckt.

Unterstützung gerufen

Es handele sich um Europas größte Anlage auf einem Dach, wie Kielmayer beim Rundgang zu den einzelnen Übungsstationen mit Geschäftsleitung und Gemeinderäten anmerkte. Alle beobachteten, wie Heddesheims Vizekommandant Jürgen Merx als Einsatzleiter eintraf. Er stellte fest, dass die Lage die örtlichen Kräfte überfordern würde: Drehleitern, Messwagen, Atemschutzsammelplatz und Dekontaminationsstelle mussten her.

„Sobald mehr als drei Feuerwehren eingebunden sind, wird zur Unterstützung des Einsatzleiters die Führungsgruppe alarmiert“, erklärte Kielmayer. Dieses Team setze sich aus geschulten Kräften der Unterkreiswehren zusammen und koordiniere alles. „Wer jetzt eintrifft, weiß nämlich nicht, was auf ihn oder sie zukommt“, verdeutlichte der Ortskommandant. „Was ich gesehen habe, war super gemacht“, lobte der stellvertretende Kreisbrandmeister Patrick Janowski die Trupps. Es gebe immer Kleinigkeiten, die nicht optimal gelaufen seien, doch deshalb übe man ja. „Jeder Teilnehmer hat etwas gelernt und erfahren, dass wir im Unterkreis eine Gemeinschaft sind“, zog Kommandant Kielmayer nach knapp 90 Minuten Bilanz. „Den Eindruck, dass die Kooperation gut funktioniert“, hatte Bürgermeister Michael Kessler gewonnen.

„Es war sehr interessant zu sehen, wie schnell sich die Einsatzkräfte aufeinander abstimmen können“, fand Elizabeth Benois, die Lebenspartnerin von Hauptgesellschafter Karl-Martin Pfenning. „Ich bin komplett beeindruckt von der Vielfalt der Aufgabenstellungen und von der Disziplin, die dabei gehalten wird“, sagte Rana Nag.

Für den Holding-Geschäftsführer war es „schön zu wissen, dass die Leute so gut ausgebildet sind für den Ernstfall, der hoffentlich nie kommen wird“. Man habe das Gelände gerne zur Verfügung gestellt, da man eine enge Beziehung zu Gemeinde und Feuerwehr pflege. Nach der abschließenden Übungsbesprechung in der nahe gelegenen Freizeithalle lud die Firma Pfenning alle Teilnehmer zum Essen ein.

An der Unterkreisübung auf dem Unternehmensgelände waren folgende Feuerwehren beteiligt: Heddesheim, Edingen-Neckarhausen, Werksfeuerwehr CBL, Ladenburg, Dossenheim, Schriesheim, Altenbach, Ilvesheim, Hirschberg und Viernheim.