Heddesheim

Heddesheim Junge Künstler bei Multikulti-Frauen am Werk

Kreative Gipsmasken und bunt gefärbte T-Shirts

Archivartikel

Als Maja Steinheiser die nächste Aufgabe im Keller der katholischen öffentlichen Bücherei erklärte, lauschten die zwölf Kinder gespannt. Der Multikulturelle Frauentreff, einst von Steinheiser initiiert, engagierte sich auch in diesem Jahr beim Jugendferienprogramm der Gemeinde Heddesheim. Als Betreuerinnen halfen dabei auch Seble Guiema, Susanne Eisenschink und Ines Draco mit. An zwei Vormittagen stand die Kreativität der Kinder im Vordergrund. Nach einigen wenigen Anleitungen konnten sie ihren Neigungen und Ideen freien Raum lassen.

Der Keller der katholischen Bücherei war der ideale Raum für die Arbeitsplätze der „Künstler“. Mit der Herstellung von fantasievollen Gesichtsmasken aus Gips startete die Gruppe. Eine Gipsmaske ist eine lustige und preisgünstige Kostüm-Option und eine spannende Aufgabe. Seble Guiema erklärte die Arbeitsweise: „Die Kinder haben die Stoffbahnen kleingeschnitten und eingeweicht. Das Gesicht wird eingecremt, dabei bleiben Augen und Lippen offen“. Die nassen Gips-Schnipsel wurden in mehreren Schichten aufgetragen. Am folgenden Tag, die Masken waren jetzt trocken, begann die Feinarbeit. Dabei durften die kleinen Künstler ihre Masken nach Lust und Laune bemalen.

Derart kreativ ging es weiter. Geschickte Hände und ein Blatt Papier genügen, um sich in der Origami-Technik zu versuchen und eine kunstvolle Figur entstehen zu lassen. Dass dies in kurzer Zeit möglich ist, bewiesen die Kinder, die den Anleitungen von Maja Steinheiser folgten. So wurden ein Becher und ein Briefumschlag gefaltet. Die Kinder zeigten dabei viel Fingerfertigkeit und Geduld.

Weiße T-Shirts verwandelten die Ferienspiel-Teilnehmer schließlich mittels der Batik-Technik in bunte Unikate. Batik bedeutet „mit Wachs schreiben“ und ist ein ursprünglich aus Indonesien stammendes Textilfärbeverfahren. Dabei werden Muster und Verzierungen in Handarbeit mit flüssigem Wachs auf das Gewebe aufgezeichnet und somit abgedeckt. Dann werden bei dem darauf folgenden Färben des Stoffes im Farbbad die Motive ausgespart.

Der neunjährige Jakob meinte: „Das Herstellen und Anmalen der Masken hat mir am besten gefallen.“ Sarah, elf Jahre, sagte: „Masken habe ich zum ersten Mal gemacht. Es war ein komisches Gefühl im Gesicht. Die Batikarbeiten fand ich auch ganz toll.“ Lob also von den Kindern und Zufriedenheit bei den erwachsenen Betreuen – so hatten Groß und Klein ihren Spaß. diko