Heddesheim

Heddesheim Kinder bedrucken Papier beim Kunstverein

Kreativer Nachwuchs fertigt bunte Unikate an

„Weniger Fernsehen – mehr Kunst“: Dafür plädiert sicher nicht nur Bernd Gerstner, Vorsitzender des Kunstvereins Heddesheim. Dieser beteiligte sich daher zum wiederholten Mal am Kinderferienprogramm der Gemeinde. Eine Premiere war die neueste Auflage gleichwohl, fand das Angebot doch im Ausstellungsraum des Vereins statt. Unter dem Dach des Alten Rathauses unterhält der Verein ein schönes Domizil für Kunstausstellungen aller Art. Bernd Gerstner, Künstlerin Barbara Kollmar und Lore Urban als pädagogische Kraft empfingen dort die Ferienspiel-Teilnehmer. Und so gut wie alle der 15 angemeldeten Kinder im Alter von sechs und zwölf Jahren waren gekommen, um sich künstlerisch zu betätigen.

„Ein wichtiger Aspekt unseres heutigen Themas ist, bei den Kindern ein wenig Freude an der Kunst zu erwecken“, erklärte Gerstner. Dazu durften mittels Farbdruck kreative Werke gefertigt werden. Eine kleine Einweisung in die verschiedenen Arbeitsschritte gab Barbara Kollmar: Skizzieren auf Papier, Übertragung der Motive auf die „Druckplatten“ (Pappe mit Schaumstoff), Einfärben derselben mit Linoldruckfarben und Drucken auf Papier. Als Motive waren Häuser, Tiere und Landschaften erste Wahl.

Vier Stunden wurde fleißig gemalt, ausgeschnitten und gedruckt. Entstanden sind durchaus „exotische“ Dinge: grüne Häuser, gelbe Bäume, ein roter Delfin – in der Kunst ist schließlich alles erlaubt, was gefällt. Und jedes Kind hat natürlich seinen eigenen Stil. „Es sollte heute etwas Bleibendes entstehen“, erklärte Barbara Kollmar, die „Druck-Sachverständige“ des Vereines. Die selbst gefertigten Unikate können als Geschenkkarten, Umschläge oder Briefpapier verwendet werden. Alles wurde gebührend bewundert und durfte stolz mit nach Hause genommen werden.

Wer so schafft, kriegt auch ordentlich Hunger und Durst. Und so gab es in der Mittagspause einen Imbiss und Getränke für die zukünftigen Stars der Kunstszene. „Höhepunkt des Tages“ war nach der Stärkung die Anfertigung eines großen Gemeinschaftsbildes. „Das bleibt erst einmal beim Kunstverein. Möglicherweise stellen wir es im nächsten Jahr bei ,Kunst am See’ aus“, stellte Bernd Gerstner in Aussicht.

Die Crew des Kunstvereines, zu der später noch Claudia Körtge dazustieß, war „höchst erfreut“ über die positive Resonanz. „Es hat den Kindern und uns sehr viel Spaß gemacht“, stellte Bernd Gerstner abschließend fest.