Heddesheim

Heddesheim Bauausschuss billigt Erweiterung im Gewerbegebiet

Markisen-Hersteller expandiert

Wismar-Markisen will am Standort Heddesheim expandieren. Eine Bauvoranfrage zur Erweiterung der vorhandenen Produktionshalle im Gewerbegebiet in der Robert-Bosch-Straße ist am Montag vom Bauausschuss des Gemeinderates einstimmig befürwortet worden. Das Unternehmen kann also mit einer Baugenehmigung rechnen.

Wismar produziert Markisen, Rollläden und Jalousien und beliefert europaweit Baumärkte und den Fachhandel. Die bislang nach Wald-Michelbach im Odenwald ausgelagerte Näherei soll nach Heddesheim verlagert werden, wie die Verwaltung in der Sitzungsvorlage schreibt. „Das bringt Arbeitsplätze nach Heddesheim“, freute sich Bürgermeister Michael Kessler und plädierte nicht zuletzt für eine Zustimmung zu der Bauvoranfrage der Firma.

Christian Pörsch vom Bauamt der Gemeinde machte deutlich, dass der Bebauungsplan an dieser Stelle drei Geschosse mit einer Gesamthöhe von bis zu 16 Metern erlaube. Der Antragsteller plane bei dem Anbau aber nur eine Höhe von neun bis elf Metern. Was von den Vorgaben abweiche, sei die Überschreitung der Baugrenze um 3,30 Meter, und zwar entlang des gesamten, 50 Meter langen Betriebsgebäudes. Dadurch verschmälert sich der vorgeschriebene Pflanzstreifen von zehn auf 6,70 Meter. Als Ausgleich dafür hat das Unternehmen angeboten, zusätzliche artgerechte, heimische Gewächse zu pflanzen, in Absprache mit der Naturschutzbehörde. „Darauf sollten wir bestehen“, betonte der Bürgermeister.

Das Unternehmen Wismar-Markisen wurde bereits 1988 in Wiesloch gegründet. Der Name hat allerdings nichts mit der Hansestadt an der Ostsee zu tun, wie Inhaber und Geschäftsführer Heinz Rebscher auf Anfrage des „MM“ erklärt. Vielmehr handele es sich um die Abkürzung für Wieslocher Markisen und Metallwaren. Seit 2000 produziert das Unternehmen am neuen Standort in Heddesheim. Hier sind laut Rebscher je nach Saison zwischen 30 und 55 Mitarbeiter beschäftigt.

Wegen einer Erweiterung des Sortiments habe man die Nähwerkstatt vorübergehend nach Wald-Michelbach ausgelagert, der Heimatgemeinde von Rebscher. Dort hatte die Produktion 1985 in einer Garage der elterlichen Metzgerei begonnen. Wenn die Erweiterung nach Plan läuft, sollen die acht bis elf Mitarbeiter der Näherei bis zum Winter 2019/20 wieder in Heddesheim arbeiten.