Heddesheim

Heddesheim Weihnachtsfeier des Männergesangvereins 1847

Mix aus Musik, Gedichten und Theater sorgt für Kurzweil

Reichlich Applaus seitens der Gäste gab es für die Akteure auf der Bühne bei der traditionellen Weihnachtsfeier vom Männergesangverein (MGV) 1847 Heddesheim im Bürgerhaus. Die Programm-Mixtur aus Gesang, Gedichtvortrag, Auftritt der Musikschüler, Ehrungen und einer Theateraufführung sorgten für Kurzweile. Die Tische im großen Saal waren adventlich dekoriert und der Sängerbund 1869 Heddesheim, der auch die Bewirtung übernahm, hatte den Tannenbaum wunderbar weihnachtlich geschmückt.

Die Feier wurde mit einem weihnachtlichen musikalischen Vorspiel von Albrecht Wunderle am Klavier eröffnet, dem die Begrüßungsansprache des MGV-Vorsitzenden Ernst Lederer folgte. Lederer: „Wir möchten heute Abend den Alltag für kurze Zeit vergessen lassen und Sie mit einer frohen und besinnlichen Feier mit musikalischen Klängen auf die Adventszeit einstimmen“. Den Worten des Vorsitzenden schloss sich der gesangliche Auftritt des gemischten Chores unter Leitung von Musikdirektor (FDB) Thomas Wind unter anderem mit „Hör den Ruf der heil’gen Nacht“ an.

Der gemischte Chor besteht seit 15 Jahren. Ernst Lederer: „Der gemischte Chor hat sich mit gutem Liedgut und Engagement ins Vereinsleben eingebracht“. Er erinnerte an die gelungene Veranstaltung zum 170-jährigen Bestehen, der Teilnahme am Festumzug zur 1100 Jahrfeier der Gemeinde Heddesheim. Zwischen den gelungenen Gesangsbeiträgen erfolgte der Auftritt von Chormitglied Herta Krell und den Schülern vom Musikinstitut Perz aus Heddesheim.

Herta Krell trug zunächst gekonnt das Gedicht „Weihnachtswunsch“ von Jutta Gornick vor und die sehr zum Nachdenken anregende Geschichte „Die Herberge“ von H. Binder, bei der sie gekonnt ihr Stimmtimbre einsetzte. Die Geschichte endete mit der wertvollen Erkenntnis für die Zuhörer: „Wie schwer es ist, dass Gute von dem man gehört hat auch zu tun“.

Sehr gerne gesehen und gehört werden auch die musikalischen Vorträge von Schülern des Musikinstituts Perz. Ob am Saxophon bei „Adeste fideles“, am Klavier bei „Eine kleine Nachtmusik“ oder als Begleitung vom Klavier mit Querflöte bei „Memory“– die Musikschüle von Alexandra Perz glänzten und stellten ihr Talent unter Beweis. Dabei überzeugte Jakob Gulema Weber nicht nur am Klavier, er trug auch noch das Gedicht „Weihnachten“ von Josef Eichendorf vor.

„JU-The” führt Stück auf

Ein weiterer Programmpunkt der Weihnachtsfeier, die Ehrung und Beschenkung langjähriger passiver Mitglieder. Ein besonderer Dank verbunden mit einem Präsent seitens des Vorstandes ging auch an Chorleiter Thomas Wind. Ehrungen und kleine Präsente gab es außerdem für zehn eifrige Sänger für deren fleißigen Singstundenbesuch. Ludwig Keil erhielt diese Auszeichnung bereits zum 38. Mal und Herbert Fath zum 25. Mal.

Der zweite Teil des Abends gehörte ganz den Brettern, die die Welt bedeuten. Die Theatergruppe „JU-The”– Junges Theater aus Heddesheim zeigte das schöne weihnachtliche Theaterstück „Frau Holle und der Weihnachtsmann“. In dem Märchen von Jennifer Hülser versuchen der Weihnachtswichtel Ed gespielt von Eric Gabriel und die Gehilfin von Frau Holle Goldmarie (Sonja Wittneben) alles damit es Weihnachten wieder schneit, denn Frau Holle (Carina Fleck) und der Weihnachtsmann (Leon Kuhn) sind ständig am Streiten. Ed und Goldmarie rufen einen Märchenrat zusammen, dem die gute Fee (Lara Eckard), die böse Hexe (Ada Sari) und der siebte Zwerg (Elias Kurz) angehören, um den Streit beizulegen.

Mit Spielfreude, Gestik und Mimik überzeugten die Darsteller und das Publikum zollte ihnen mit viel Beifall Respekt und Anerkennung. Die Regieleitung lag bei Heinz Fleck, Regieassistent und für die Maske zuständig war Serap Dogan und Tanja Unger agierte als Souffleuse.