Heddesheim

Heddesheim Jana Heider stellt Bilder aus und liest Texte

Nahrung für die Seele auf die Leinwand gebannt

Archivartikel

Jana Heider war aufgeregt, bevor sie ihre Bilder in der Heddesheimer Gemeindebücherei zeigte. „Es ist meine erste eigene Ausstellung. Ich bin so dankbar, dass mir Annette Eyckmann diese Möglichkeit bietet“, sagte sie. Bei der Ausstellung „Kunst am See“ war die 28-jährige Künstlerin erstmals mit ihren Arbeiten in der Öffentlichkeit zu sehen. Das hat sie so mutig gemacht, dass sie eine eigene Bilderausstellung anstrebte.

Gemalt hat sie schon als Kleinkind sehr gerne. „In der Grundschule sah ich zum ersten Mal das Bild ’Blauer Reiter’“, erzählte die kaufmännische Angestellte, das Franz Marc malte. Marc und Wassily Kandynski gründete 1911 die Gruppe „Blauer Reiter“. Jeder von ihnen versuchte, die Kunst auf seine Weise zu revolutionieren.

Jana Heider hat sich auch eine Zeitlang mit Stillleben befasst, der abstrakten Kunst gehört aber ihre ganze künstlerische Leidenschaft. „Es gibt Phasen, da könnte ich immerfort malen, dann wieder geht gar nichts“, erzählt Heider. „Ich male, wenn es mir in den Sinn kommt. Was letztlich entsteht, entwickelt sich während ich male. Ein Ziel gibt es vorher nicht.“

„Zum Malen brauche ich Platz, muss mich entfalten können“, erklärt die Künstlerin, die vorwiegend die Acryltechnik einsetzt. Ihr großes Ziel ist ein eigenes, kleines Atelier. Die Bilder von Jana Heider haben eine Größe, die an jede Wand passt. Mal sind die Farben kräftig, mal heiter und pastellfarben. Die Wirkung der Bilder ist auf den Betrachter sehr unterschiedlich.

Jana Heider dankte Annette Eyckmann, der Leiterin der Gemeindebücherei, für die große Chance: „Ich bin ganz glücklich, dass so viele Besucher gekommen sind. Dies ist ein wichtiger Tag auf meinem weiteren künstlerischen Weg.“ Alles, was die Seele berührt, malt sie nicht nur, sie sucht auch Texte, in denen das Thema Seele und die eigene Entwicklung vorkommen. Jana Heider ist überzeugt: „Wenn man der Seele was Gutes tun will, gehört Kunst dazu. Eine gute Atmosphäre, ein Gläschen Sekt und ein kleiner Happen fördern die Stimmung.“

„Sprung in der Schüssel“

Die Seelenbilder sind Nahrung für die Seele. Der Abschlusstext vom „Sprung in der Schüssel“ bot genügend Anlass zu Gesprächen. Die Besucher zeigten sich angetan von den Arbeiten der jungen Künstlerin. Annette Eyckmann war erfreut über den Besucherzuspruch. „Es sind schöne Werke und ich bin froh, mal was anderes in der Gemeindebücherei sehen zu können.“