Heddesheim

Heddesheim Gemeindebücherei zeigt spannende Geschichte für Kinder / „Der kleine Drache Kokosnuss und die Abenteuer auf der Dracheninsel“

Plüschige Puppen erwachen im Theater zum Leben

Archivartikel

„Ganz toll war, dass das Stachelschwein Mathilda und der kleine Drachen Freunde wurden“, urteilte der vierjährige Max und die fünfjährige Anna sagte, der kleine Drache Kokosnuss und Mathilda haben auch ihr am besten gefallen.

Über 100 Kinder und Erwachsene kamen in den Pflug am Bürgerhaus, um sich die Geschichte vom kleinen Drachen Kokosnuss anzusehen. Das Wolfsburger Figuren- und Puppentheater gastierte in Heddesheim mit dem Kindertheater„Die Abenteuer auf der Dracheninsel“, dazu eingeladen hat die Gemeindebücherei.

Schriftsteller Ingo Siegner erfand den Drachen Kokosnuss einst, um seinen Nachbarkindern Geschichten zu erzählen. Weil er Geschichten ohne Bilder nicht so prickelnd fand, brachte er sich auch das Zeichnen bei und illustrierte seine Bücher selbst. Inzwischen ist Siegner ein anerkannter Kinderbuchautor.

Brigitte van Lindt ist eine der Mitbegründerinnen des Wolfsburger Figurentheaters. Sie sagt über sich: „Ich bin Puppenspielerin aus Leidenschaft“. Sie hat eine Sprechausbildung und nahm auch Schauspielunterricht.

Van Lindt spielte absolut überzeugend und riss die Kinder von der ersten Sekunde an mit, begeisterte mit ihrer ausdrucksstarken und variablen Stimme sowie ihren Gestiken. So brachte sie das Stück ganz allein in einer knappen Stunde an die Kinder und Erwachsenen.

Mit seiner Freundin, dem Stachelschwein Mathilda, erlebt der Drache Kokosnuss die spannendsten Abenteuer. Dem Publikum gefielen aber auch der Drache Magnus, der Vater von Kokosnuss, sowie der Tiger, der Stachelfrosch, der böse Zauberer Ziegenbart und die Schlange. Geschickt streute die Erzählerin und Spielerin Henriette von Drachenstein Fragen in ihre Texte ein, die die Kinder lauthals beantworteten. Die Dialoge fesselten die jungen Zuschauer. Erklärende Bilder waren per Projektor zu sehen und begleiteten die Geschichte. Auch die variable Bühnengestaltung durch einfaches Öffnen von Kisten, brachte immer neue spannende Momente.

Aufführung erntet viel Lob

Die Gestaltung der Puppen trug zum Gelingen des Spektakels bei. Wie das Stück ausging, soll an dieser Stelle nicht verraten werden – das ist im Buch nachzulesen. Aber die dicke Hexe Rubinia spielte am Ende der Story eine entscheidende Rolle. Einig waren sich Annette Eyckmann, die Leiterin der Gemeindebücherei, und einige Mütter am Ende des kurzweiligen Nachmittags: „Das war eine der besten Vorstellungen in den letzten Jahren“. diko