Heddesheim

Heddesheim Ehrungstag bei der Turngemeinde / Abteilungsleiterin Heidi Kessler skizziert zeitlichen Aufwand von Silja Stöhr

Pro Woche 28 Stunden Training

Archivartikel

In einem Verein mit mehr als 1300 Mitgliedern gibt es immer wieder unterschiedlichste Anlässe, Mitglieder zu ehren. So waren am Sonntag Alt und Jung, nicht mehr so aktive wie Leistungssportler der TG Heddesheim 1891 (TG) im Vereinsheim zusammen gekommen. Von den älteren Mitgliedern mit 60-jähriger Vereinszugehörigkeit bis zur jüngsten Aktiven, Silja Stöhr (zehn Jahre), galt es, eine große Spannbreite von Leistungen zu würdigen.

Respekt für langjährige Aktive

Fangen wir hinten an: 60 Jahre im Verein, mit teils bemerkenswerten sportlichen Leistungen in ihrer aktiven Laufbahn, verdienten sich Karlheinz Baumann, Franz Schubach und Edgar Münd allen Respekt. Bereits 50 Jahre dabei, und dafür ebenso mit einer Urkunde und einem guten Tropfen ausgezeichnet, sind Sabine Maurer, Hermann Scholz sowie das neue Ehrenmitglied Horst Wenzel. In diese Regionen, hofft der Vorsitzende Wolf-Günter Janko, werden auch noch die „40-Jährigen“ und die „25-Jährigen“ Mitglieder vorstoßen.

Janko freut sich über ein ausgewogenes Verhältnis im Verein. So halten sich die Mitgliederzahlen der Aktiven und der weniger Aktiven ungefähr die Waage. Im Bereich der aktiven Sportlerinnen und Sportler beherrschen die Schwimmer(innen) eindeutig mit ihren Erfolgen die Schlagzeilen. So konnten Janko und Abteilungsleiterin Silvia Wiltzsch Bezirksmeister, Bezirksjahrgangsmeister, Badische (Sommer- bzw. Winter-)Meister und Teilnehmer an den Deutschen Meisterschaften sowie anderen hochrangigen Veranstaltungen in verschiedenen Disziplinen für deren großartigen Ergebnisse ehren. Geehrt wurde auch die erste Herrenmannschaft für den Aufstieg in die Baden-Württemberg Oberliga (BWOL).

Am Beispiel der jüngsten zu Ehrenden, Silja Stöhr, sollte einmal ein Wochenplan skizziert werden, meint Abteilungsleiterin Heidi Kessler. Silja, die im Alter von fünf Jahren zur TG Heddesheim kam und mit sechs Jahren zur TG Mannheim wechselte, ist heute zehn Jahre alt. Und sie betont – ebenso wie ihre Eltern – das folgende Programm mache sie aus freiem Willen, gerne und es käme nichts zu kurz.

Erfolge als Lohn

Dreimal in der Woche heißt es für die Turnerin Training von 7 bis 9 Uhr. Nach der Schule (das Ludwig-Frank-Gymnasium Mannheim gilt als Eliteschule für Leistungssportler), dem Mittagessen und den Hausaufgaben wird dann noch einmal bis 18 Uhr oder 18.30 Uhr trainiert: Fünfmal vier, viereinhalb Stunden.

Beeindruckende Ergebnisse machen glaubhaft, dass Silja Stöhr das alles auch wirklich will. So belegte sie beim „Deutscher-Turner-Bund-Kadertest“ den 1. Platz der AK 9 und gehört somit dem Nachwuchs-Kader an.