Heddesheim

Heddesheim Gut besuchte Vorstellung in der Aula der Kepler-Schule / „Theater vom Rabenberg“ mit kleinem Stoff-Raben

Rabe Socke begeistert die Kinder

Archivartikel

Der kleine Rabe Socke ist ein gefiederter Frechdachs, der seine Fans seit Jahren mit Abenteuern begeistert – auch auf der Theaterbühne, wo dank seiner Ausreden und rabenstarken Flunkereien die 45 Minuten wie im Flug vergingen.

Hinter der Bühne des Figurentheaters aus Bamberg agierten Nancy und Tim Sperlich mit ihrem „Theater vom Rabenberg“, das die Kinderbücher von Nele Moost und Annet Rudolph in Szene setzte. Die Aula der Heddesheimer Kepler-Schule war sehr gut besucht, die Kinder und ihre Begleiter kamen voll auf ihre Kosten. „Wir wollen schon was rüberbringen, allerdings nicht mit der Keule oder dem erhobenen Zeigefinger“, erklärte der 41-jährige Sperlich. Dem Ehepaar gelang es, die Kinder sofort in die Geschichte einzubinden. Mit Leidenschaft kommentierten sie das Geschehen und sparten nicht mit Anfeuerungs-Rufen. Ob Elfriede, das Huhn, oder die große Eule, der Bär, der Hase oder der Dachs: Die kleinen Zuschauer halfen mit ihren Zwischenrufen, das Stück mit noch mehr Leben zu füllen. Wunderschön anzusehen die Puppentiere, besonders der riesige farbenfreudige Drache und das putzige Eichhörnchen. Musik und Nebelschwaden sorgten für die passende Atmosphäre.

Kinder dürfen hinter die Kulissen

Turbulent entwickelt sich die Geschichte vom kleinen Rabe mit der geringelten rotweißen Socke am linken Fuß. Er soll möglichst schnell eine dringende Nachricht von Frau Dachs an die Eule überbringen. Doch er lässt sich immer wieder ablenken und vertrödelt die Zeit. Das kindgerechte Stück zeigte die Schwächen, aber auch die Stärken des kleinen Raben auf, die markanten Figuren und die schönen handgemalten Kulissen garantierten ein eindrucksvolles Live-Erlebnis – natürlich mit einem guten Ende. Die dreijährige Elisa hatte viel Spaß und freute sich sehr über den kleinen Raben, ebenso wie die gleichaltrige Frida. Leana, 4 Jahre alt, wollte unbedingt hinter die Bühne sehen. Tim Sperlich erlaubte das und sorgte damit für einen weiteren Höhepunkt. Die Kinder durften alle Tiere aus der Nähe bestaunen und sogar streicheln. Da sprudelten die Worte nur so aus den kleinen Besuchern heraus, als sie ihren Müttern, Opas und Omas danach von dem Erlebten berichten konnten. diko