Heddesheim

Heddesheim In Gespräch mit Tageseltern Einigkeit erzielt

Rat stimmt für neue Verträge

Mehrfach hatte das Thema eine Extra-Schleife durch den Gemeinderat gedreht, jetzt ist es vom Tisch: Einstimmig haben die Heddesheimer Räte in ihrer jüngsten Sitzung dem Abschluss der neuen Abrechnungsverträge mit Tagesmüttern und -vätern zugestimmt.

Die Verträge sind Voraussetzung für die Förderung der Betreuung durch die Gemeinde, die 1,50 Euro pro Kind und Betreuungsstunde dazuzahlt. „Wir müssen alle auf diese freiwillige Leistung stolz sein“, sagte Bürgermeister Michael Kessler: „Die meisten Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis bieten diese nicht an, dort gibt es nur die Förderung des Kreises von 6,50 Euro.“ Jährlich wende Heddesheim viel Geld dafür auf, „wir bewegen uns auf ein Volumen von rund 100 000 Euro zu“, so Kessler. Um eine „klarere Basis“ zu schaffen, sei es notwendig gewesen, die alten Verträge fortzuschreiben.

Einige neue Formulierungen waren jedoch bei Tagesmüttern auf Kritik gestoßen, unter anderem, weil man eine Deckelung des Stundensatzes auf acht Euro herauslesen konnte. „Wir haben das in der Verwaltung nie als Vorgabe verstanden“, versicherte Kessler. Die fragliche Formulierung wurde gleichwohl abgeschwächt. Für „besondere Leistungen“ dürfen die Tagespflegepersonen ausdrücklich auch mehr als acht Euro pro Stunde verlangen. Einmalig sollen müssen sie aber ein Muster ihres Abrechnungsvertrags vorlegen und ihren Stundensatz der Gemeinde mitteilen.

Platz-Teilen erleichtert

In einem Gespräch mit den Betroffenen und Vertretern der Fraktionen habe man sich im September zudem auf eine Erleichterung für ein Platz-Sharing verständigt, erklärte Kessler. Die Förderung gibt es nun auch für Kleinkinder, die nur an zwei Wochentagen und mindestens zehn Stunden/Woche betreut werden. Bereits vorher beschlossen war eine Ausnahmeregelung, wonach Kinder für bis zu drei Monate nach ihrem dritten Geburtstag gefördert werden können, sofern es sich um Wartezeit auf einen freien Kindergartenplatz im September handelt.

„Wir freuen uns dazu beigetragen zu haben, dass die Dissonanzen beigelegt werden konnten“, sagte CDU-Fraktionschef Martin Kemmet. Die Tagesmütter machten einen sehr guten Job. Die Sprecher der übrigen Fraktionen sahen dies ähnlich. SPD-Sprecher Jürgen Merx regte an, künftig einen regelmäßigen Austausch zwischen Tageseltern und Gemeinde zu etablieren. agö