Heddesheim

Heddesheim Schnelles Internet und mehr öffentliche Zugänge

Rathaus setzt digitale Ziele

Ein Jahr nachdem die Gemeinde Heddesheim als eine von 50 Gemeinden im Landeswettbewerb „Digitale Zukunftskommune@bw“ ausgewählt wurde, zieht Bürgermeister Michael Kessler Zwischenbilanz. „Der Weg zur Digitalisierung ist lang und nur über viele kleine Schritte zu bewältigen“, sagte er gestern. Einer davon sei die Badesee-App (Bericht auf dieser Seite). Viele weitere sollen folgen, um die Gemeinde als digitale Kommune zu positionieren.

Weil eine wichtige Voraussetzung dafür ein Glasfasernetz im Gewerbegebiet ist, sei der Zweckverband fibernet aktuell dabei, einen Zuschussantrag beim Bund zu stellen. „Ziel ist es, mit dem Netzausbau noch dieses Jahr zu beginnen“, so Kessler. Ebenfalls ausgebaut werden soll das öffentliche WLAN. Am Badesee, im Bürgerhaus, auf dem Dorfplatz und im Jugendhaus gibt es diesen kostenlosen Internetzugang bereits. Der Jugendplatz sowie die übrigen Einrichtungen im Sportzentrum sollen folgen. Ebenfalls geplant ist, dass die Bürger ihre Wasserzählerstände bald so übermitteln können, dass die Daten im Rathaus nicht nochmals manuell eingegeben werden müssten.

Anträge elektronisch stellen

Nicht alles hat die Gemeinde allerdings selbst in der Hand. Im Bürgerservice etwa wäre man gern schon weiter, erklärte Kessler. Allerdings hake es bei der Bereitstellung der EDV über das Portal service-bw. Wenn es so weit ist, sollen Heddesheimer beispielsweise eine Abmeldung ins Ausland, einen Antrag auf Plakatierung oder die Anmeldung eines Hundes auf digitalem Weg erledigen können. Bis zum Jahresende würden zudem im Bürgerservice Signatur-Tablets eingeführt. Darauf können Formulare direkt unterschrieben werden. „Das beschleunigt die Abläufe“, erklärt Marie Gottschaller von der Hauptverwaltung.

Sie ist eine von demnächst drei Rathausmitarbeitern, die zu Digitallotsen ausgebildet wurden und ihr Wissen auch an die Kollegen weitergeben. Schließlich sollen auch die internen Prozesse nach und nach digitalisiert werden. Als Beispiel nennt Kessler den Rechnungseingang. „Wir haben täglich eine dreistellige Zahl an Rechnungen, damit sind zwei Mitarbeiter beschäftigt.“ agö