Heddesheim

Scheuer beherbergt ein Stück Heddesheimer Geschichte

Ihren Tag der offenen Scheune hat die IG Heimatgeschichte Heddesheim in diesem Jahr mit dem Tag des offenen Denkmals zusammengelegt. „Wir haben es nicht früher geschafft“, erläutert Koordinatorin Edith Sollich. Die Terminänderung wirkte sich jedoch nicht negativ aus.

„Die Aktion war ein großer Erfolg“, berichtet Sollich: „Wir sind sehr erfreut, dass trotz des unschönen Wetters so viele Heddesheimer und einige Weinheimer den Weg zu uns gefunden haben.“

Allein im Gästebuch haben sich laut Sollich mehr als 40 Personen eingetragen. „Erfahrungsgemäß macht das nicht jeder, so dass wir auf 60 bis 70 Besucher kommen“, rechnet die Koordinatorin vor.

In dem alten landwirtschaftlichen Anwesen in der Beindstraße haben die Aktiven der IG allerhand zusammengetragen, was über die Vergangenheit der Tabakgemeinde Aufschluss gibt. Immer wieder nutzen junge wie alte Menschen diese Möglichkeit, sich zu informieren. Schulklassen erfahren, wie einst Getreide, Kartoffeln und Tabak angebaut und geerntet wurden. Aber auch die anstrengende Hausarbeit von früher, als die Wäsche noch in einem holzbefeuerten Kessel gekocht werden musste, ist mit den Exponaten buchstäblich zum Greifen nahe.

„Es macht einfach Spaß, den Kindern etwas zu erklären“, sagt Hubert Kolkhorst, Mitglied in der IG und trotz seines unverkennbar hanseatischen Sprachfalls selbst in der Landwirtschaft groß geworden. „Die Kinder sind begeistert und stellen viele Fragen“, bestätigt Edith Sollich. Mitte Oktober plant die IG eine weitere Ausstellung im Alten Rathaus mit Gegenständen aus dem Nachlass von Ella Reinhard. „Und im Advent haben wir auch etwas vor“, deutet Sollich an. hje

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