Heddesheim

Heddesheim „Begeisterbus“ der Hopp Foundation an Drais-Schule

Schüler halten „Ozbot“ in Bewegung

Talia (13) möchte gerne Polizistin werden, Laurin (14) nennt Kraftfahrzeugmechaniker als Berufswunsch. Dass die beiden Schüler der Karl-Drais-Schüler in Heddesheim für ihre zukünftigen Jobs sicher auch fundierte Kenntnisse am Computer brauchen, ist den beiden Jugendlichen klar. Also sind Talia und Laurin gespannt, als diese Woche der „Begeisterbus“ der Hopp Foundation im Schulhof anrollt. Das „mobile Klassenzimmer“ soll bei den jungen Leuten Begeisterung für die Informatik wecken. „Hier lernen die Schüler spielerisch die Grundlagen fürs Programmieren und bekommen Zugang zu den neuen Medien“, betont Sarah Gedak, Lehrerin und Werkstattleiterin I-Pad und Robotik, die zusammen mit Ali Karpuzoglu und Pengfei Zhao, zwei Darmstädter Informatik-Master-Studenten („Autonome Systeme“) von der Hopp Foundation in mehreren Kursen rund 50 Schüler in die Geheimnisse des Computer-Programmierens einweihen.

Eigentlich sollte der spezielle Unterricht am „Begeisterbus“ in einer Art durchsichtiger „Blase“ am Heck des Fahrzeugs stattfinden. Doch dann ziehen Ali und Pengfei wegen Wind und Wetter mit ihren ganz besonderen Lernmitteln doch lieber unters Dach der Karl-Drais-Schule, mit dabei eine Schachtel mit kleinen Robotern. „Ozbot“ ähnelt irgendwie dem legendären R2D2 aus dem „Krieg der Sterne“, nur viel kleiner, etwas mehr als tischtennisballgroß, aber wie das Vorbild aus den Science-Fiction-Filmen mit kleinen Lichtern und Leuchten. Programmiert wird der kleine Kerl über Sensoren, die Codes werden über Farben programmiert, die die Schüler in langen Linien aufs Papier malen. „Es läuft, voll cool“, staunt Laurin, als „Ozbot“ entlang der schwarz-blau-grünen Strecke seine Runden dreht, mal schneller, mal langsamer, mit Drehungen und Wendungen, so wie ihm der 14-Jährige mit seiner Farbpalette vorgegeben hat.

„Wie gehe ich mit dem Computer um, wo lauern die Gefahren im Internet“, beschreibt Sarah Gedak das Ziel dieser spielerischen Übungen. Den „Begeisterbus“ habe sie für die Karl-Drais-Schule bei der Hopp Foundation gebucht. Informatik sei natürlich Bestandteil des Fachs Naturwissenschaft und Technik, könne aber auch fachübergreifend eingesetzt werden. „Perfekt zum Englischvokabeln lernen“, sagt die Lehrerin. Und auch in Deutsch könnten die Schüler beispielsweise gemeinsam an ihren I-Pads Texte erstellen.

Interesse geweckt

„Informatik ist künftig für alle Berufe wichtig“, betont die Lehrerin, man müsste aber in der Schule damit noch viel früher anfangen. „Ich könnte mir das später als Beruf schon vorstellen“, meint Timo (13), der in Teamarbeit mit Mika (14) seinen „Ozbot“ übers Papier laufen lässt. Und er will wissen: „Kann man das Teil auch kaufen?“ „Ozbot gibt es mit den Anleitungen für etwa 40 Euro online im Internet“, antwortet ihm Ali. Das Interesse ist geweckt, die Begeisterung in der Runde zu spüren, auch oder gerade weil diese spezielle Art von Unterricht sehr spielerisch ist. Informatik kann spannend, kreativ und vielseitig sein, so die Botschaft des „Begeisterbusses“. „Die Informatik-Ausbildung ist dann aber doch sehr Mathelastig“, betont Ali, die Berufsaussichten jedoch glänzend.

Info: Infos im Internet: www.begeisterbus.de