Heddesheim

Heddesheim Ferienspiel mit Kochen im Jugendhaus

So lecker wie echter Döner

Archivartikel

Döner selbst machen, aber ohne Drehspieß – wie das funktioniert und auch noch schmeckt, zeigte Anne Bauer beim Ferienspieltag am Dienstagnachmittag im Heddesheimer Jugendhaus. Bevor es an die Hauptspeise ging, wurde erst Schokoladen- und Vanillepudding gekocht; während er abkühlte, ging es an die weiteren Vorbereitungen.

Das Fladenbrot wurde im Ofen erwärmt. Die zehn Kinder halfen in Etappen beim Vorbereiten der einzelnen Zutaten mit, da die Küche nicht genug Platz für alle bot. Das trübte die Laune der Teilnehmer aber kein bisschen, denn in der Zwischenzeit wurde leidenschaftlich Tischkicker und Dart gespielt.

Zwiebeln schneiden und weinen

Für diejenigen, die in der Küche standen, ging es ans Gemüseschneiden. Arslan kannte einen besonderen Trick: „Wenn man die Zwiebeln erst schält, halbiert und dann in den Kühlschrank legt bevor man sie klein schneidet, dann brennen die Augen nicht“. Dafür war allerdings nicht genügend Zeit, und so schnitt der Sechstklässler tapfer und mit tränenden Augen Zwiebeln klein.

Geschnippelt hatten die meisten auch schon in der heimischen Küche, doch gekocht hatten sie noch nicht, erst recht keinen Döner. Statt dem altbekannten Dönerspieß gab es Putenfleisch, das in der Pfanne von den Kindern angebraten wurde.

„Ich habe eben alles auf eine normale Küche adaptiert“, erklärt Betreuerin Anne Bauer. Richtige Dönersauce durfte aber trotzdem nicht fehlen. Diese wurde aus Joghurt, Knoblauch und Gewürzen zusammengerührt. Bauer war begeistert von der Sorgfalt, mit der die Schüler arbeiteten. Alle freuten sich schon darauf, endlich ihre Döner selbst zu belegen und zu probieren, denn während die einen noch nie einen gegessen haben, ist für die anderen ein Leben ohne die Spezialität kaum vorstellbar.

„Wer keinen Döner mag, den mag ich auch nicht“, lachten die Schüler. Bauer erzählte, der Döner sei in den Siebziger Jahren von einem türkischen Gastarbeiter erfunden worden, der eine Teigtasche anbieten wollte, die auch unterwegs einfach aus der Hand gegessen werden konnte.

Das interessierte die Kinder allerdings in diesem Moment eher weniger, denn es wurde plötzlich ganz still, als alle ihre Döner befüllt hatten und anfingen zu essen. „Schmeckt zwar nicht wie echter Döner, aber trotzdem sehr lecker!“, freute sich Sina-Marie über das Resultat. tib