Heddesheim

Heddesheim Ferienprogramm der Gemeindebücherei

Spielerisch die Raumfahrt kennengelernt

Archivartikel

Genügend Schatten bot die Freizeithalle den 30 Kindern, die der Einladung zum Ferienspiel der Gemeindebücherei zum aktuellen Thema „Raumfahrt“ gefolgt sind. „Wir freuen uns auch nach 30 Jahren noch nach Heddesheim kommen zu können“, freute sich Elke Gaßner, die mit ihrer Kollegin Elisabeth Blumthaler aus Franken angereist kam. Beide sind Mitarbeiter vom „Museum im Koffer Nürnberg“.

„Unser Ziel ist es, die Kindern spielerisch mit schwierigen Themen zu unterhalten. Unsere Besucher dürfen und sollen entdecken, ausprobieren, spielen, experimentieren und forschen, mit allen Sinnen lernen. Wir werden zwar nicht in die Luft gehen, aber doch einiges mit Luft ausprobieren“, kündigte Gaßner an. Diesem Wunsch kamen die Kinder gerne nach.

Experimente an Wasserbahn

„Jetzt blast mal alle einen Luftballon auf und lasst ihn einfach los. Mal sehen was passiert“. Sofort waren dreißig Luftballons in der Luft und machten die tollsten Kurven und Geräusche. Wie ein Rückstoß funktioniert, testeten die eifrigen „Jungwissenschaftler“ bei Experimenten an einer Wasserbahn und bei einem Wagenantrieb mittels Luftballon aus. Die Wasserrakete war natürlich ein Höhepunkt des Nachmittags.

Das Mitmachmuseum bietet die Möglichkeit, anhand großformatiger Plakate auf das Thema Raumfahrt einzugehen. Der deutsche Astronaut Alexander Gerst ist den Schülern wohl bekannt. „Hier oben in der Rakete sitzt der Alex Gerst“, sagte Aaron (sieben Jahre). Er konnte auch etwas über die russische und amerikanische Raketen erzählen, die als Modell zur Verfügung standen. Kendrick (neun Jahre) hört mit Interesse zu, als Elisabeth Blumthaler über den Antrieb der Raketen informierte. Die zehnjährige Miriam wollte wissen, wo in der Sojuskapsel der Arbeitsplatz von Gerst ist.

Die Kinder hörten, dass die Bevölkerung inzwischen von der Funktion der Satelliten abhängig ist. Welche Auswirkungen für uns Menschen die Schwerkraft und was es mit der Atmosphäre auf sich hat, wurde gründlich erklärt. Dass die Sonne für die Hitze in diesen Wochen verantwortlich und darüber hinaus auch für die Anziehungskraft der Planeten eine Rolle spielt, wurde ebenfalls in Erfahrung gebracht. „Der Weltraummüll kann eine große Gefahr werden. Es entstehen immer mehr Trümmerteile, sie führen zu einem hohen Kollisionsrisiko“, wusste Elke Gaßner.

Etwa 17 000 vom Menschen gemachte Objekte werden derzeit überwacht – 10 000 davon sind große Trümmerteile. Die Zunahme der Zahl kleiner Objekte des Weltraummülls nennt man den „Kessler-Effekt“. Das Fazit von Annette Eyckmann, Leiterin der Gemeindebücherei, war sehr positiv. „Die Freizeithalle war ein idealer Ort für diese Veranstaltung. Den Kindern hat es Spaß gemacht, sie waren mit Begeisterung dabei“. Gerne nahmen sie die Aufforderung, sich eine Flasche Wasser zu greifen, an. Bei der Hitze die richtige Methode, geistig und körperlich fit zu bleiben. diko