Heddesheim

Heddesheim/Hirschberg Stadtwerke suchen Ursache

Stromausfall in zwei Gemeinden

Archivartikel

Am Tag nach dem großen Stromausfall vom Sonntagabend in Heddesheim und Hirschberg (wir berichteten auf morgenweb.de) ist die genaue Ursache noch unklar. Welcher Schaden an welcher Stelle zuerst auftrat, müsse noch analysiert werden, sagte Ralph Franke, Geschäftsführer der Stadtwerke Viernheim. Diese betreiben über ihre Töchter Netzbetrieb Hirschberg und Versorgungswerke Heddesheim die Stromnetze in den beiden Gemeinden.

Fest steht, dass am Sonntag gegen 19 Uhr in Hirschberg und Heddesheim großflächig der Strom wegblieb. Der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke stellte Schäden an insgesamt vier Mittelspannungsstationen fest. Mögliche Ursache für den „Kettenprozess“ könnte ein Leitungsschaden sein, zum Beispiel durch Materialermüdung. „Sobald die Gefahr besteht, dass durch Überlastung Anlagen beschädigt werden, kommt es zu automatischen Sicherheitsabschaltungen“, erklärte Franke weiter. Der Großteil der angeschlossenen Haushalte habe nach ein bis zwei Stunden wieder mit Strom versorgt werden können, einzelne Straßenzüge mussten bis zu fünf Stunden warten.

„In 20 Jahren nicht passiert“

Bis in die Nacht waren laut Franke auch etwa zehn Mitarbeiter der Stadtwerke im Einsatz. Die Feuerwehren der beiden Gemeinden waren ebenfalls angerückt, da in drei der vier Stationen zunächst eine Rauchentwicklung wahrgenommen wurde. „Ich bin froh, dass alles so gut geklappt hat“, lobt Franke das Zusammenspiel der Beteiligten.

Gleichzeitige Schäden in vier Mittelspannungsstationen seien ein außergewöhnliches Schadensbild, das in diesem Umfang in den letzten 20 Jahren nicht aufgetreten ist, teilte er mit: „Von denen, die am Sonntag im Einsatz waren, hat das so noch keiner erlebt.“ agö