Heddesheim

Heddesheim Erste Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause am Donnerstag / Eintrittspreise an der Eisbahn sollen steigen

Studie: Sportzentrum für Nahwärmeversorgung „ideal“

Archivartikel

„Beim Sportzentrum bestehen nahezu ideale Voraussetzungen für eine gemeinsame Wärmeversorgung der verschiedenen Bereiche.“ Zu diesem Ergebnis kommt eine Konzeptstudie des Tübinger Büros Ebök im Auftrag der Gemeinde Heddesheim. Ziel der Untersuchung war, die Möglichkeiten einer effizienten Versorgung der verschiedenen Einrichtungen mit Wärme und Strom aufzuzeigen. Welche Optionen die Planer sehen, werden sie am Donnerstag, 26. September, in der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause darlegen. Beginn ist um 17 Uhr im Bürgerhaus.

„Exzellente Voraussetzungen“ für eine Nahwärmeversorgung ergeben sich nach Einschätzung der Experten zum einen von technischer Seite durch die räumliche Nähe und die hohe sowie kontinuierliche Nachfrage der verschiedenen Einrichtungen wie Frei- und Hallenbad, Sporthallen, Eisbahn und Vereinsgebäude. Zum anderen seien auch die organisatorischen Rahmenbedingungen ideal: „Die Nahwärme lässt sich gut schrittweise entwickeln – es sind nur wenige Vorleistungen notwendig“, bilanzieren die Planer. Der Gemeinde gehören im Sportzentrum nicht nur fast alle Grundstücke, sondern auch die Infrastruktur. Durch das gemeindeeigene Stromnetz könne sowohl eine Wärme- als auch Stromversorgung aufgebaut werden. Eine gute Chance sehen die Fachleute auch in der nahe gelegenen Biogasanlage am Brunnenweg. Diese könne als Wärme- oder Gaslieferant in die Versorgung eingebunden werden. Die Nutzung von Sonnenenergie zur Wärme- beziehungsweise Stromerzeugung halten die Planer ebenfalls für gut möglich. Außerdem legen sie die Vor- und Nachteile beim Einsatz einer Holzhackschnitzelanlage dar.

Das Büro soll nach dem Vorschlag der Gemeinde in der Sitzung mit weiteren Planungen beauftragt werden. Neben vertiefenden Untersuchungen zum Einsatz der verschiedenen Energiequellen gehören dazu unter anderem bereits ein Umsetzungskonzept und eine grobe Wirtschaftlichkeitsanalyse.

Eisbahn soll teurer werden

Die Räte bleiben beim nächsten Tagesordnungspunkt im Sportzentrum. Auf Vorschlag der Verwaltung sollen die Benutzungsgebühren der Eisbahn erhöht und an die des Hallenbads und Badesees angepasst werden. Das bedeutete für Erwachsene einen Eintrittspreis von vier Euro mit dem Tagesticket, 80 Cent mehr als bisher. Der Preis für Ermäßigte soll demnach von 2,20 auf drei Euro steigen, der für Kinder und Jugendliche auf 2,50 Euro. Neu eingeführt werden soll eine Familien-Tageskarte für neun Euro.

Auch ein Vorschlag der Jugendvertretung soll in die neue Satzung eingehen: Eine Saisonkarte für Kinder und Jugendliche, die für 45 Euro zu haben wäre. Auch ältere Schüler oder Studenten sowie sonstige „Ermäßigte“ sollen sie für 55 Euro kaufen können. Die letzte Preiserhöhung stammt nach Verwaltungsangaben aus dem Jahr 2016 und betraf seinerzeit lediglich die Zehnerkarten. Davor wurden die Gebühren zuletzt vor zwölf Jahren angehoben.

Außerdem auf der Tagesordnung: Je eine Auftragsvergabe für die Sanierung der Herrentoiletten am Badesee sowie für die regelmäßige Spülung der Kanäle, um Ablagerungen zu entfernen. Umfassen soll sie etwa das halbe Kanalnetz der Gemeinde, also rund 20 Kilometer. Zu Beginn der Sitzung ist wie üblich Fragezeit für Einwohner.