Heddesheim

Heddesheim Beratung über Förder-Modalitäten im Rat vertagt

Tagesmütter: SPD will noch Gespräche

Die Beratung über die weitere Förderung von Tagesmüttern- und Vätern hat der Heddesheimer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vertagt. Dem entsprechenden Antrag zur Geschäftsordnung durch die SPD folgten die Fraktionen von Grünen und FDP sowie CDU-Gemeinderat Martin Kemmet.

„Uns liegen nicht ausreichend transparente Informationen vor, um heute beraten oder abstimmen zu können“, hatte SPD-Fraktionschef Jürgen Merx zuvor argumentiert. „Wir hatten Gespräche mit Tagespflegepersonal“, sagte er weiter und sprach sich für einen nochmaligen Austausch zwischen den betroffenen Personen und dem Rathaus aus.

„Wollen ja nichts kürzen“

Bürgermeister Michael Kessler hielt das „für das falsche Signal“, wie er sagte: „Wir wollen ja kein Geld kürzen, sondern die Förderung aufrechterhalten.“ Ähnlich sah es CDU-Fraktionschef Josef Doll: „Es bleibt alles erhalten mit Ausnahme des Vertragsformulars.“ Aber genau da liegt wohl der Knackpunkt.

Denn um ihre Förderung wie gewohnt beizubehalten, möchte die Gemeinde die Verträge mit den Tagesmüttern und -vätern ändern. Unter anderem sei es notwendig, dass diese dem Rathaus ihren aktuellen Stundensatz mitteilen. Zudem sollen sie einen Muster-Betreuungsvertrag vorlegen, wie sie ihn mit Eltern abschließen.

Die Gemeinde Heddesheim bezuschusst die Kleinkindbetreuung durch Tagesmütter oder -väter mit 1,50 Euro je Kind und Betreuungsstunde. Der Betrag soll dazu dienen, Eltern zu entlasten. Da der Kreis den Tagespflegepersonen ebenfalls 6,50 Euro je Betreuungsstunde zahlt, macht das zusammen acht Euro. Das kann mitunter reichen, um den Stundensatz zu decken. Die Eltern zahlen dann lediglich noch einen Kostenbeitrag an das Jugendamt, wie die Verwaltung schreibt. agö