Heddesheim

Heddesheim 55 Kinder beim Sommercamp der IGSH / Breites Angebot von Eishockey über Klettern bis hin zu Unterwasser-Rugby / Trendsportarten sollen in Vereine integriert werden

Viel Spaß beim Bewegen

Archivartikel

Im Schwimmen, Klettern, Eislaufen, Unterwasser-Rugby, Tennis, Fußball, Turnen und vielem mehr konnten sich die 6- bis 12-Jährigen im Heddesheimer Sommercamp fünf Tage lang ausprobieren. Die Interessengemeinschaft Sport Heddesheim (IGSH) bot den 55 Kindern viel Spaß und Abwechslung.

Das Ganztagesprogramm bedeutete für die Kinder sechs Stunden Sport am Tag. Da darf eine ordentliche Stärkung zwischendrin nicht fehlen. Jeden Mittag kamen alle Schüler, die sonst nach Altersklassen in vier Gruppen eingeteilt waren, zusammen. Das gemeinsame Mittagessen wurde von „Kidsmeal“ in die Nordbadenhalle in Heddesheim geliefert. 25 ehrenamtliche Mitarbeiter halfen neben einem festen Team, bestehend aus sechs Betreuern, tatkräftig mit.

„Eine gute Betreuung muss gewährleistet werden, sonst hätten wir so viele Kinder auch gar nicht aufnehmen können“, erzählt Florian Riegler, der seit 2017 das Projekt leitet. Der gebürtige Leutershausener hat in Heidelberg Sportwissenschaften studiert und organisierte nun bereits zum achten Mal das Sportcamp. Die Nachfrage sei sehr hoch. und so freue sich die IGSH besonders über die Unterstützung. Neben Freiwilligen werde diese auch durch Sponsoren geleistet, ohne die das Projekt in diesem Ausmaß nicht möglich wäre.

So wurden die Schüler unter anderem mit „Holger-Tours“ nach Mannheim zur SAP-Arena gefahren. Ganz außer sich vor Freude erzählten die Kinder, wie sie den Eishockeyprofis Adler Mannheim beim Training zuschauen durften und diese ihnen auch noch zugewunken haben. Mit den Jungadlern zusammen sind sie dann selbst Schlittschuh gelaufen.

Besonders gut kam auch das Klettern in der Sporthalle der Johannes-Kepler-Grundschule an. Rieglers Ziel war es, die Kinder möglichst viel ausprobieren zu lassen. Viele der Vereinssportarten, die in Heddesheim angeboten werden, seien vertreten gewesen. Besonders wichtig sei es ihm auch, neue und trendige Sportarten, sowie Sportartenübergreifendes zu integrieren. In Zukunft sollen neue Sportarten in Vereine übertragen werden, so wie das bereits mit Parcours funktioniert hat. Nachdem dieses im Sommercamp angeboten worden war, wurde es erst als Arbeitsgemeinschaft an Schulen fortgeführt und schließlich mit wachsender Nachfrage auch als Vereinssport durchgesetzt.

Nach diesem Vorbild soll in den nächsten Jahren weiter daran gearbeitet werden, wieder mehr Kinder in die Heddesheimer Vereine zu bringen. „Die Ganztagsschulen sind eine Herausforderung, denn so bleibt in der Freizeit nur noch wenig Zeit, sich regelmäßig einer Sportart zu widmen“, erläutert Riegler seine Intentionen dahinter. Das Sommercamp helfe den Teilnehmern aber auch dabei, ihre Interessen herauszufinden. Die Übungsleiter könnten Talente sichten und fördern.

Um die Vielfältigkeit zu gewährleisten, kam dieses Jahr auch Unterwasser-Rugby dazu. Unterstützung gab es aus der weiblichen deutschen Nationalmannschaft, die gerade erst den Vize-Weltmeistertitel holte. Mit echten Profisportlern zu trainieren, das war ein ganz besonderes Erlebnis. Insgesamt ist es also mit dem bunten Programm gelungen, die Kinder für Sport zu begeistern und ihnen spielerisch mit auf den Weg zu geben, wie wichtig Bewegung, aber vor allem auch der Spaß am gemeinsamen Sport ist.

Info: Fotostrecke: morgenweb.de/heddesheim

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