Heddesheim

Heddesheim Fortuna-Ehrenvorsitzender und früherer Bankchef Adolf Tannenberger wird heute 80

Weihnachtsmarkt war seine Erfindung

„Der Weihnachtsmann ist Heddesheimer“, hieß es 1980. Damals gab es zum ersten Mal einen Weihnachtsmarkt. „Das war meine Erfindung“, erinnert sich Adolf Tannenberger. Der damalige Vorsitzende des Leistungsverbands und Vize im örtlichen Bund der Selbstständigen (BdS) war zu dieser Zeit auch Chef der Raiffeisenbank Heddesheim. Heute feiert er seinen 80. Geburtstag.

„Ich kann mich noch gut daran erinnern“, denkt Tannenberger an das Jahr 1977 zurück, als auf sein Betreiben und mit Unterstützung von Bürgermeister Fritz Kessler erstmals der leuchtende Weihnachtsschmuck in den Straßen der Gemeinde aufgehängt wurde. 65 Sterne waren es damals, einige davon brennen bis heute. Doch auch anderswo hat der Finanzexperte seine Spuren hinerlassen.

Als Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Heddesheim war er an der Fusion mit der Volksbank Mannheim beteiligt und dafür zuständig, 1998 die Mitglieder von diesem „nicht ganz einfachen Schritt“ zu überzeugen. Mehrfach wurde er für sein berufliches Wirken ausgezeichnet, zuletzt 1995 mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes.

Als junger Mann spielte er in seiner Heimat Walldürn Fußball, mit der Rückennummer 8 als linker Läufer. „Ich hätte vielleicht auch das Zeug zum Profifußballer gehabt“, sagt er rückblickend. Stattdessen entschied er sich für das Bankwesen und kam so 1974 nach Heddesheim.

Dem Fußball blieb er gleichwohl verbunden. Er engagierte sich in der Fortuna, übernahm dort von 1981 bis 1989 den Vorsitz, kickte bei den Alten Herren (AH) mit, leitete sie bis 2014. Der Verein machte ihn 2011 zum Ehrenvorsitzenden. „Ich verpasse bis heute kein Heimspiel der Fortuna“, betont er. Wo immer sie ihn um Hilfe bittet, ist er zur Stelle.

In seiner Freizeit liest Tannenberger gerne, und er arbeitet mit Vorliebe in seinem Garten voller Blumen und Sträucher am eigenen Haus in der Straße am Falltor. Die tägliche Gymnastik lässt er so gut wie nie ausfallen.

1938 in Groß-Petersdorf im Sudetenland geboren, ist der Katholik ein gläubiger Mensch geblieben. „Das Gebet gehört für mich zum Alltag“, bekennt er. So blickt er heute dankbar auf 80 Lebensjahre zurück, freut sich über drei Kinder und einen Enkel und feiert mit Lebensgefährtin Marina und mit vielen Freunden und Bekannten von 11 bis 17 Uhr in der ATB-Gaststätte. Außer Gesundheit wünscht er sich nichts. Statt persönlicher Geschenke bittet er um Spenden für die örtlichen Kindergärten. hje