Heddesheim

Heddesheim Gemeinderat billigt Fortsetzung der Förderung / Ab August zehn neue Plätze für Kleinkinderbetreuung

Weiter 1,50 Euro für Tageseltern

Die Gemeinde Heddesheim zahlt auch künftig einen Zuschuss von 1,50 Euro pro Stunde und Kind, das von einer Tagesmutter oder einem Tagesvater betreut wird. Das hat der Gemeinderat jetzt im zweiten Anlauf beschlossen. Auf Antrag der SPD war die Entscheidung in der vorangegangenen Sitzung vertagt worden, weil es noch Klärungsbedarf gab. Jetzt sah ihr Sprecher Jürgen Merx die Fragen der Sozialdemokraten erschöpfend beantwortet.

Nachdem der Rhein-Neckar-Kreis seinen Zuschuss von 5,50 auf 6,50 Euro erhöht hatte, um die Kommunen zu entlasten, legten einige Gemeinden ihre Förderung auf Eis. „Wir wollen auch weiterhin diese Art von Betreuung fördern und stehen hinter diesem Angebot“, betonte Bürgermeister Michael Kessler und begründete damit den Heddesheimer Weg. In der Gemeinde gibt es laut Verwaltung derzeit 13 Tagespflegepersonen die zuletzt 68 Betreuungsplätze anboten. Ab August kommen voraussichtlich zehn weitere Plätze hinzu. Diese Tagespflege sei „ein wichtiger und flexibler Baustein der örtlichen Kinderbetreuung“, heißt es aus dem Rathaus.

Das zeigt auch die Entwicklung der Zuschüsse. Waren es 2016 noch rund 46 000 Euro, die die Gemeinde an Fördermitteln zahlte, so stieg der Betrag im vergangenen Jahr bereits auf fast 80 000 Euro. In diesem Jahr nähere man sich der Grenze von 100 000 Euro, erklärte Bürgermeister Kessler. Gerade in der Übergangszeit zum neuen Schuljahr gebe es Engpässe in der Betreuung, räumte er zugleich ein.

Ordnend eingreifen will die Gemeinde nach den Worten von Kessler bei den Nutzungsverträgen zwischen Pflegepersonen und Eltern betreuter Kinder. „Wir sind auch Sachwalter der Elterninteressen“, betonte Kessler. Es müsse – wie bei den Kindergärten – eine Einflussmöglichkeit der Kommune geben.

„Gemeinde spart Geld“

„Die Tagespflege ist vielseitig aufgestellt und mittlerweile zu einem Kleinunternehmen mit eigenem Leitbild geworden“, stellte Jürgen Merx (SPD) anerkennend fest. Hier werde sehr wertvolle Arbeit geleistet. Als essenziellen Bestandteil der Betreuung bezeichnete Günther Heinisch (Grüne) das Angebot. „Das spart der Gemeinde Geld, weil sonst Krippenplätze gebaut werden müssten“, sagte er. Verwundert über die Vertagung zeigte sich Josef Doll (CDU): „Das hätte man vor vier Wochen schon machen können.“ Bei der Betreuung der Kleinkinder unter drei Jahren sprach er von einer „vernünftigen Entwicklung“. Für die FDP signalisierte Frank Hasselbring Zustimmung.