Heddesheim

Heddesheim Mehrere Hundert Besucher bei Sommerfest des Sängerbunds in der Freizeithalle

„Wir hatten Angst, bei der Hitze kommt keiner“

Archivartikel

„Gestern dachten wir noch, dass bei unserem Sommerfest heute kaum etwas los sein wird“, berichtete Hans Siegel, Vorsitzender des Heddesheimer Sängerbunds, im Gespräch mit dem „MM“. Grund für seine Skepsis waren die angekündigten tropischen Temperaturen am zurückliegenden Wochenende. „Wir hatten tatsächlich ein bisschen Angst, dass bei der Hitze keiner kommt“, stimmte Schriftführerin Sieglinde Kozak dem Vereinschef zu.

Doch beide hatten sich mit ihren Befürchtungen glücklicherweise getäuscht: Heiß war es zwar wie erwartet, doch die vielen Autos gegenüber der Freizeithalle gehörten dennoch nicht nur den Besuchern des nahegelegenen Badesees, sondern auch den Gästen des traditionellen Sommerfestes des Sängerbundes. In der großen Freizeithalle, in der hin und wieder sogar ein leichter Luftzug zu spüren war, ließen es sich mehrere Hundert Besucher gutgehen. Auf den zahlreichen, von den Mitarbeitern des Bauhofs aufgestellten Bierbänken, gab es für alle ausreichend Platz. Mit Gegrilltem und frischen Pommes frites, für die Sängerbund-Mitglied Angelika Fleck seit Jahren zuständig ist, sowie mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen war für das leibliche Wohl der Gäste ebenfalls bestens gesorgt.

Rund 50 Helfer im Einsatz

Es sei jedes Mal sehr viel Arbeit, eine Veranstaltung dieser Art auf die Beine zu stellen, berichtete Vereinsmitglied Sieglinde Kozak. „Wir können aber immer wieder viele Helfer aktivieren“, freute sich Vorsitzender Siegel sichtlich.

„Man muss versuchen, überall zu helfen, wo es geht“, lautet die Devise von Christl Gölz, die mit 84 Jahren das älteste Vereinsmitglied im Sängerbund ist. Ihre Tischnachbarin Gerda Müller, mit 81 Jahren das zweitälteste Mitglied im Verein, stimmte ihrer Kollegin da absolut zu. Insgesamt hatten sich nach Angaben von Siegel rund 50 Helfer zusammentrommeln lassen.

Musik darf bei einem Fest von Sängern natürlich nicht fehlen. Die „Lindenfelser Trachtenkapelle“ sorgte in der Halle für heitere Stimmung. Später waren dann die Sängerinnen und Sänger des gastgebenden Vereins selbst an der Reihe. Bei Liedern wie „Auf ihr Freunde“ und „Adios Carina“ sang das Publikum munter mit. „Unser neuer Chorleiter ist wie ein Sechser im Lotto!“, lobten Siegel und seine Vereinsfreunde den Dirigenten Ivan Mladenov.