Heddesheim

Heddesheim Georg Trapp feiert seinen 80. Geburtstag

Züchter, Archäologe, Handballer

Archivartikel

„Es macht viel Spaß, im Team des Archäologen Klaus Wirth mitzuarbeiten“, erzählt Georg Trapp (Bild), der an diesem Dienstag, 12. Mai, seinen 80. Geburtstag feiert. Wirth arbeitet für die Reiss-Engelhorn-Museen (REM). In Heddesheim ist er Leiter mehrerer Ausgrabungsprojekte. Trapps Freund Werner Klee motivierte den 80-Jährigen, bei den Ausgrabungen 2004 in der Heddesheimer Uhlandstraße mitzuhelfen. „Seitdem habe ich manchen Kubikmeter Erde in Heddesheim mit den Händen bewegt“, erzählt der Hobby-Archäologe, auch bei Einsätzen in Neckarhausen, Ilvesheim, Schriesheim und Mannheim war er schon dabei.

„Blick für die Erde“

Georg Trapp wurde in Heddesheim geboren und wuchs mit drei Schwestern auf. Er besuchte im Ort die Schule, arbeitete zunächst in Mannheim und danach 35 Jahre bis zur Rente bei Edeka im Gewerbegebiet. „Das war eine schöne Zeit“, so der Jubilar, der über 20 Jahre beim Arbeiter Turnerbund Handball spielte und auch aktives Mitglied bei den Mineralien- und Fossilienfreunden ist. Sichtbares Zeichen dieser Aktivitäten sind Steinplatten, von Fossilien durchsetzt, die in seinen Räumen bei den Kleintierzüchtern die Wand schmücken. „Die sind mehr als 100 Millionen Jahre alt“, sagt Trapp. Mehr als 35 Hasen der Rasse Hermelin, mit roten oder blauen Augen, züchtet Georg Trapp zusammen mit seiner Tochter Maike, die seine Zucht mehr und mehr übernimmt. Unzählige Pokale, Urkunden und Plaketten zieren den Raum neben dem Hasenstall. Der dreifache Vater und zweifache Großvater verbringt viel Zeit auf der Anlage der Heddesheimer Kleintierzüchter.

Agil, wie Georg Trapp ist, wird er auch bei künftigen Ausgrabungen als erster dabei sein, um darauf zu achten, dass die erste, entscheidende Schicht vom Bagger mit Vorsicht abgetragen wird. „Der Georg hat einen Blick für die Erde“, versichert Wirth, der seine Mitarbeit sehr schätzt. „Es liegt bestimmt noch einiges von großem Interesse unter der Heddesheimer Erde“, davon ist der „Schorsch“, wie er von den Heddesheimern gerufen wird, überzeugt.